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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
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Die Römer im Kampfe mit Carthago,

Nutze machte, ihn ferner zu schmälern. Seine Söldnerheere wurdenaufrührerisch, unterthänige Städte und ein Theil der libyschen Bevöl-kerung schlossen sich der Empörung an und eine durch den Eigennutzder Einzelnen schlechte Regierung hemmte die Maßregeln der Abwehr,welche Opfer erheischten. Aus dieser Gefahr rettete Hamilkars Führung,der nach drei Jahren blutiger Greuel die Ruhe im Jahre 237 herstellte.Inzwischen hatten sich auch in Sardinien Miethstruppen empört undkarthagische Ansiedler ermordet, gegen sie aber waren wieder die Ein-geborenen des Landes aufgestanden und hatten den Schutz der Römerangerufen. Als nun die Carthager sich zur Wiedereroberung der Inselrüsteten, erklärten die Römer, ihnen dies wehren zu wollen und nöthig-ten sie zu einem neuen Abkommen, wodurch sie Sardinien und Corsikaabtraten und eine fernere Summe Geldes zu zahlen übernahmen. DieCarthager waren tief erniedrigt, aber Hamilkar entwarf einen Plan,durch den sich eine neue karthagische Macht begründen sollte. In Spa-nien wollte er das Verlorene wieder gewinnen und er that es unge-achtet der Feindseligkeit, womit ihm zu Hause entgegengewirkt wurde.Die Menge kleiner Völker in Spanien bot ihm die Aussicht, allmäligdie ganze Halbinsel zu unterwerfen und die Kräfte, die er hier Schrittfür Schritt gewann, konnte er um so leichter nutzbar machen, als daskarthagische Feldherrnamt nicht an eine bestimmte Dauer gebunden warund die Feldzüge in der Ferne, wo er bei Mangel an Unterstützungder Negierung sich die Mittel der Unternehmungen selbst erwerben mußte,ihm eine unabhängige Stellung verschafften. So hat er neun Jahrelang, von 237 bis 228, dort an der Gründung einer Macht gearbeitet,welche bald benutzt werden sollte, den Kampf mit Nom zu erneuern.

6. Ehe dieses geschah, hatten die Römer den Krieg mit den see-räuberischen Illyriern geführt, die noch im Jahre 219 durch Empörungsie zu einem zweiten Feldzuge nöthigten. Größer war der Kampf, densie, ehe sich die Feindseligkeiten mit Carthago erneuerten, gegen die Gallierzu bestehen hatten. Eine glückliche Fügung hatte während des kartha-gischen Krieges nicht bloß ihre italischen Bundesgenossen ruhig erhalten,sondern ihnen auch neue Angriffe der wilden nördlichen Nachbarn er-spart. Eine im Jahre 232 nach großen inneren Bewegungen auf An-trag eines Tribuns Flaminiuö erfolgte Landanweisung im picenischenund senonischen Lande scheint es gewesen zu sein, welche neue Bewe-gung unter den Galliern hervorrief. Die Niederlage der bojischenGallier diesseits des Gebirges bei Clusium im Jahre 225 und die Nie-derlage der jenseits des Po um Mediolanum wohnenden Jnsubrer beiClastidium in der Gegend von Placentia im Jahre 222, wo der ConsulClaudius Marcellus den feindlichen Anführer Viridomarus selbst erlegte,wandten die Gefahr. Die Colonieen Placentia und Cremona, im I. 219