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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
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und der Unterwerfung Italiens.

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zurückgelassen, Nachricht erhielten, zu unterhandeln. Der Preis vontausend Pfund Gold, die aus dem Schatze im Tempel des kapitolinischenJupiter genommen worden sein müssen, befreite Nom von ihnen. EinAntheil an der Befreiung wird dem Camillns zugeschricben. Er hatteschon an der Spitze der Ardeaten eine streifende Schaar geschlagen unddie Römer zu Veji verlangten ihn zum Diktator. Da schickten sie, weildie auf dem Capitol Eingeschlossenen den eigentlichen Staat vertraten,

^ einen Boten dahin, der unter Gefahren glücklich anlangte und den gcneh- -migenden Beschluß bewirkte. Hatte Camillus sich freiwillig, der Strafe zuentgehen, verbannt, so konnten nur die Curien ihm, dem Patricier, dasrömische Bürgerrecht wiedergeben und hatten die Curien ihn verbannt, sostand nur ihnen die Aufhebung der Strafe zu. Wie der gallische König! Brennus bei Abwägung des Lösegeldes höhnenden Betrug übt und Ca-millus zugleich an der Spitze eines Heeres erscheint, um statt mit Gold,mit Eisen Rom zu befreien, das gehört dichterischer Ueberlieferung,

! wenn auch Camillus den Feind zum Rückzuge genöthigt und ihn auf derFlucht Verfolgt haben kann. Die Entfernung der Gallier brachte dieseit der Schlacht an der Allia zersprengten Römer wieder zurück, aber^ der Anblick der Trümmer und der Verwüstung in Stadt und Umgegendgab der Plebs den Gedanken an eine Ueberstedelung nach Veji ein.Standhaft widersetzte sich Camillus einer Maßregel, die den ganzeni Lauf der Geschicke Roms und somit der Welt verändert hätte. Man

! baute sich allmälig wieder an. In den eroberten etrurischen Gegenden

; wurden im Jahre 387 vier neue Tribus gebildet, zu denen zwei Jahre

später noch zwei hinzukamen. Die Plebs wuchs dadurch um so mehr,j als man den neuen Tribus einen großen Umfang gab, um das Gewicht

der Plebs nicht im Verhältniß der hinzutretenden Kopfzahl zu vermeh-' ren. Die Städte Sutrium und Nepete, die man mit römischen Ansied-lern besetzte, bildeten von nun an die Grenzorte gegen Etrurien. Un-bestimmter waren durch das gallische Unglück die Verhältnisse Roms zu- den übrigen Nachbarvölkern geworden. Wenn von denselben seine Er-niedrigung nicht zu förmlicher Loöreißung benutzt wurde, verdankte esdieß nur den Leiden und Verlusten, von denen auch sie getroffen wordenwaren. Die Ausübung der Hoheit aber gerieth jedenfalls in's Stocken.Im Innern zeigten sich bald sehr traurige Folgen der vergangenen Er-eignisse. Neue Verschuldung war das Loos eines großen Lheileö derPlebs bei dem neuen Anbau und das Schuldrecht übte allen seinenDruck aus. Es wiederholte sich dabei eine frühere Erscheinung, daß dieHülfe, die ein Patricier den Plebejern in ihrer Noth leistete, den Ver-dacht herrschsüchtiger Pläne erweckte. Manlius Capitolinus wurde dasOpfer seiner Fürsorge für arme Plebejer und des dadurch erregtenHasses seiner Standesgenossen. Erst arglos, mag er durch die Anfein-