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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
Entstehung
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374 Die Römer während der Ausbildung ihrer Staatsverfaffung

Zeit, da das etruskische Volk entstand, im südlichen Theile des späterenEtruriens bis zur Mündung des Anio herab gewohnt und waren auchjenseits der Apenninen ausgedehnt. Die Ausbreitung der Etruskerschob sie ostwärts über die Tiber zurück und am adriatischen Meere er-scheint die Strecke von der Mündung des Po südwärts bis zum FlusseAesis als umbrisches Gebiet. Außer ihnen gehörte zu dem iberischenStamme eine Menge von Völkerschaften, die sich nach Maßgabe ihrebVerwandtschaft untereinander in zwei Hauptgruppen, die Osker undSabeller, zusammenfassen lassen. Die Vereinzelung dieser zum Theilkleinen Völkerschaften ist aus der allmäligen Ausbreitung durch Ansiede-lungen zu erklären, mittelst deren sich die jedesmaligen Auswandererzwischen andere von ihnen in der neuen Heimath schon VorgefundeneStämme schoben und so den Zusammenhang untereinander, wie mit derGegend ihrer Herkunft, verloren. Diesen Völkern fiel allmälig dieHerrschaft über ganz Italien von den Mündungen der Tiber und desAesis bis zum Beginn der beiden Landzungen zu. Von den Oskernwohnten die Volsker, Ausoner, Aurunker, Aequer, Herniker und Nutu-ler im Bereiche der Landschaft, die später, da sie den Römern unter-worfen waren, Latium hieß, von der Tiber bis zum Lins und landein-wärts bis zum obern Anio, dagegen andere Osker, mit unterworfenenTprrhenern gemischt, in der später Campanien benannten Gegend umCapua. Von den Sabellern wohnten Picenter, Vestincr, Marrucinerund Frentaner am adriatischen Meere der Reihe nach vom Aesis biszum Frento, Marser und Peligner im höchsten Gebirge am See Fuci-nus und weiter ostwärts die Samniter in einem früher oskischen Ge-biete im Innern des Landes von der Grenze der Marser und Pelignerbis in das Quellgebiet des Aufidus, die Apuler im Gebiete der vonihnen unterworfenen Dannier und Peucetier, die Lucaner ebenso alsEroberer in önotrischem Lande von der Mündung des Silarus ostwärtsbis zum Bradanus und südwärts, seitdem die südlichsten Oenotrer, dieihnen Anfangs auch unterworfen gewesen, sich empört und unter demNamen Bruttier ein besonderes griechisch redendes Volk gebildet hatten,bis zum Flusse Laus. Zu den Sabellern nun gehörten auch die Sa-biner, von denen ein großer Theil der übrigen zu besonder» Völkernerwachsenen sabellischen Niederlassungen ausgegangen war. Von denhöchsten Gegenden des Apennin, in der Nähe der Picenter und Marserausgegangen, hatten sie die Umbrer, die einst bis an den Anio hinabgewöhnt, so weit von der untern Tiber weggedrängt, daß die gemein-schaftliche Grenze der Fluß Nar geworden war und dessen NebenflußVelinus mit seinen Zuflüssen sabinisches Gebiet durchfloß. Im erstenAnlaufe ihrer Eroberungen waren sie über den Anio gedrungen undeine Folge dieses Vordringens war eine Ansiedelung an der Tiber, die