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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
Entstehung
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und der Unterwerfung Italiens.

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scheu Niederlassungen im südlichen Italien Vorgefundene Bevölkerungausmachten. Pelasgisch war die älteste in dunkeln Spuren sich verra-tende Bevölkerung an der ganzen Westseite Italiens. Im Südenheißen sie auch Oenotrer, erscheinen aber unter dem Namen Sikelcr auchin Sicilien, welches sie mittelst einer Auswanderung aus der südwest-lichen Landspitze Italiens durch Zurückdrängen der dem iberischen Stammeungehörigen Sikaner, von Osten her größtentheils in Besitz nahmenund welches von ihnen seinen Namen erhielt. Nördlich von der Tiberbildeten die Pelasger unter dem Namen Tyrrhener einen der Bestand-theile des etruskischen oder tuskischen Volkes, das von den Griechenauch mit ihrem Namen benannt wird. Das Volk der Etrusker oderTusker erwächst aus der Verbindung der dem Alpenvolkc der Nhätierverwandten Nasener mit den Tprrhenern und zwei Jahrhunderte vorRoms Entstehung ist es in drei verschiedenen Theilcn Italiens verbrei-tet, indem es in jedem für sich ein Ganzes bildet. Der nördlichstedieser Theile sind die Gegenden in den Niederungen des Po zwischendem nördlichen Fuße der Äpenninen und dem südlichen Fuße der Alpen,wo östlich jenseits der Etsch oder Athesis das illprische Volk der Veneterund westlich jenseits des Tessin oder Ticinus das gemischte iberisch-keltische Volk der Ligyer oder Ligurer ihre Nachbarn waren. Dasmittlere Gebiet des Volkes beginnt an dem Küstenfluffe Macra, derdie Grenze gegen die in den nordwestlichsten Äpenninen, dem westlichenTheil der Tiefebene und den Westalpen bis an die Rhone hin wohnen-den Ligurer bildete und reicht südwärts bis zur unteren Tiber. Derhier wohnende Theil des Volkes erscheint seefahrend, handelnd undraubend als Nebenbuhler des jungen karthagischen Staates und dastyrrhenische Meer hat von ihnen seinen Namen. Durch Aussendungvon Colonieen hatten die Etrusker einen dritten Wohnsitz, die Gegendenam Liris und Vulturnus, gewonnen, die zu Lande von dem mittlerenEtrurien getrennt waren und nur durch den Seeverkehr mit demselbenin Zusammenhang standen. Der pelasgischen Urbevölkerung gehörtenauch Striche an dem östlichen Meere, wohin sie wahrscheinlich vonNorden her längs der Küste wandernd vorgedrungen waren und illy-rische Beftandtheile mitgebracht hatten. Auf der südöstlichen Landzungewohnten die Messapier oder Salentiner, nördlich von ihnen zwischenBrundusium und Barium die Peucetier und nördlich von diesen bis andas Gebirge Garganus die Daunier. Das zweite derjenigen Völker,welches Beftandtheile zur Bildung des römischen Staates geliefert hat,die Sabiner, gehört dem weit verbreiteten Stamme der Iberer an, zuwelchem außer den Ligurern, den Sikanern, den Bewohnern von Cor-stka, Sardinien und Spanien auch ein großer Theil der Völker desinneren Italiens als Zweige gehören. Die Umbrer hatten vor der