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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
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und Griechenland bis auf Philopömen.

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Land in ihre Gewalt. Ehe sie nun in Thessalien, wo Philipp sie vonl Demetrius und Chalcis aus gefährden konnte, festen Fuß zu fassensuchten, begannen sie Unterhandlungen mit den Achäern zu Sicpon, anwelchen auch Makedonien, Pergamum, Rhodus und Athen sich betheilig-ten. Nach langem Schwanken verließen die Achäer auf das Versprechender Römer, ihnen die makedonischen Besitzungen im Peloponnes zuübergeben, das Bündniß mit Philipp und halfen, vereinigt mit perga-! menischen Truppen, den Römern die makedonische Besatzung in Korinth

! belagern. Im Jahre 197, als der römische Feldherr Flamininus in

- Thessalien eingedrungen war, entschied sich der Krieg durch dessen Sieg

bei Kynoskephalä, worauf Philipp den Frieden suchen mußte. DieBedingung des Friedens war das Aufgeben sämmtlicher Besitzungen inl Griechenland mit Einschluß der drei Hauptfestungen und des Landes

^ Thessalien. Der römische Feldherr verkündete bei den isthmischen Spie-

^ len unter größtem Jubel die Freiheit aller griechischen Staaten von

! makedonischer Herrschaft. Thessalien wurde dadurch in mehrere Theile

^ zerrissen, indem von dessen einzelnen Völkern nun jedes ein besonderes

' Gemeinwesen bildete. Die Aetoler mußten bald sehen, daß ihnen statt

^ der makedonischen Herrschaft nun die römische bevorstehe und geriethen

i in ein Zerwürfniß mit Nom, woraus sich ihre Verbindung mit König

Antiochus und nach dessen Ueberwindung endlich im Jahre 189 einevöllige Abhängigkeit von Rom ergab.

11. Zwischen Italien und Asien stand jetzt neben der beschränktenmakedonischen Macht bloß der achäische Bund noch da. Aber wie ereinst in der Nothwehr gegen Kleomenes mit der Hülfe, die er bei Ma-kedonien gesucht, auch die Abhängigkeit von demselben gefunden hatte,so brachte die neue mit Noms Hülfe erworbene Freiheit es mit sich,daß er von dem Beschützer erst schiedsrichterliche Aussprüche und dannHerrschergebot zu ertragen hatte, bis ganz Griechenland römische Pro-vinz ward. Ehe dieß geschah, gelangte er zu einer früher nicht besesse-nen Macht. Aratus war mit dem Könige Philipp, seit dieser inDemetrius' Hände gerathen, entzweit und da Philippus die Frau vonAratus' Sohne verführte, steigerte sich die Feindschaft so, daß Aratus'Tod im Jahre 213 einer Vergiftung durch Philipp zugeschriebenwurde. Nach ihm ward die Seele des Bundes der MegalopolitanerPhilopömen, der den Hauptgrund vielfachen Mißlingens in der Schwächeder Kriegsverfassung erkannte und diese durch strengeres Heranziehender Jugend zu persönlicher Dienstleistung, durch regelmäßigere Uebungund zweckmäßigere nach makedonischem Muster eingerichtete Bewaffnungverbesserte. Ihre hauptsächliche Anwendung erhielt die umgestalteteachäische Streitmacht gegen Sparta. Hier waren seit Kleomenes' Aus-gang die Verhältnisse sehr schwankend gewesen und die Regierung hatten