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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
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Das maccdonische Reich unter den Antigomden

genden karthagischen Feldherrn schloß, gehört diesem Bemühen an.Dabei wurde seine Thätigkeit zum großen Theile geleitet von jenemDemetrius, der in der ihm von den Römern angewiesenen Herrschaftübermüthig eine Empörung versucht und nach deren Mißlingen sich inden Dienst Philipps begeben hatte. Doch ungeachtet der Roth, in dersie sich im eignen Lande befanden, traten die Römer hier hindernd auf.

Als Philipp Apollonia im Jahre 214 belagerte, trieb eine römischeFlotte ihn zurück, die auf die Kunde von Philipps Bündniß mit Han-nibal bei Brundusium aufgestellt worden war, um eine Vereinigung derbeiden Verbündeten zu hindern. An Verfolgung des gewonnenen Vor-teils hinderte die Römer wohl bloß der Gang des Krieges in Italien. I

Wie wenig sie ihn aber aus dem Auge verloren, zeigt sich daran,daß sie im Jahre 211 mit den Aetolern, welche Philipps einzige Feindein Griechenland waren und die aufgezwungene Ruhe nicht ertragenkonnten, ein Bündniß gegen ihn schlossen, wonach diese auf das Recht,ohne Genehmigung der Römer Frieden zu schließen, verzichteten. Esbegann, als ein Versuch von Nhodiern, Chiern, Aegyptiern und Athe-nern, in Aegium einen Frieden zu vermitteln, mißlungen war, einräuberischer und verheerender Krieg, in welchem den Aetolern außereiner römischen Flotte eine Pergamenische beistaud und der dem Philippbefreundete achäische Bund von Eleern, Messeniern und Lacedämoniern .bekämpft wurde. Das Nachlassen der noch durch die Carthager beschäf- stigten Römer, die Verwüstungen, die die Aetoler im eignen Lande vonPhilipp erfuhren, die Vortheile, die dieser in Jllprien gewann, veran- zlaßten die Aetoler im Jahre 206 zu einem Frieden mit Philipp und, ^wie die Römer, an fernerem Eingreifen gehindert, denselben ungeachtet >er ihrem Vertrage mit den Aetolern zuwiderlief, mußten gelten lassen,beendeten auch sie im Jahre 205 die Feindseligkeiten mit dem Könige !

durch Feststellung neuer Grenzen in Jllprien. Philipps Macht war neu i

befestigt und seine Blicke konnten sich jetzt nach Osten richten, wo er !

sich dem seleucidischen Könige näherte und, gegen Pergamener, Bpzan- t

tier, Chier, Rhodier, obgleich er im Jahre 202 in einer Seeschlacht bei l

Chius besiegt wurde, mit Erfolg kämpfte, bis die Römer ihn in seinen s

Fortschritten störten. Diesen gaben den ersten Anlaß zum Einschreiten ^

Klagen Athens, nach dessen Besitz Philipp längst getrachtet hatte und i

dessen Gebiet er jetzt verheerte. Ihren gebieterischen Aufforderungen j

zur Beendigung des Krieges versagte er das Gehör, aber im Jahre200 begannen dieselben ihren Worten durch den Angriff, den ein bei Apol- )

lonia gelandetes Heer auf Epirus machte, Nachdruck zu geben. An- i

fangs war Philipp im Widerstande glücklich. Im folgenden Jahre aber s

brachten die Römer durch Umgehung der unbezwinglichen Pässe von ^

2hckigonea, die aus dem Thale des Aous nach Epirns führen, dieses