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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
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und Griechenland bis auf Philopomen.

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von Seiten des Staates, sondern von Einzelnen aus eignem Antriebe gegenMessenien unternommen worden waren. Diesen Krieg benutzte Make-donien um so eher, als es durch Antigonus' Tod an dessen Mündel einenscharfblickenden und zu einem Feldherrn tauglichen König erhalten hatte.Philipp der Dritte oder, wenn man Kassanders ältesten Sohn in derReihe der makedonischen Könige mitzählt, der Vierte, hatte an Anti-gonus einen treuen Vormund gehabt. Obgleich im Besitze der könig-lichen Gewalt, hatte derselbe den rechtmäßigen Thronerben zum Könige er-zogen und für den Fall seines eigenen Todes Maßregeln zur Sicherungder Nachfolge getroffen, auch die Räthe, die den jungen König leitensollten, eingesetzt. Philipp zeigte, obschon er im Laufe der Zeit unterdem Einflüsse schlechter Umgebung gewaltthätig und unsittlich wurde,Geschick und Kraft. Die Lage der Welt war auch der Art, daß ihmzur Anwendung seiner Gaben reiche Veranlassung ward. Im Jahre221, wo er zur Herrschaft gelangte, erlosch in Aegypten die gute Zeitder drei ersten Ptolemäer und in Asien waltete seit drei Jahren An-tiochus der Große. Nom beherrschte längst Italien und Sicilien, warschon zur Bekämpfung illyrischer Seeräuber nach der Ostküste des adria-tischen Meeres gekommen und hatte bald im eignen Lande auf Todund Leben mit den Carthagern zu ringen. Die Bedeutsamkeit allerdieser Ereignisse brachte eine lebhaftere Beziehung der Staaten untereinander zuwege, da ein jeder der Entwicklung der Ereignisse mitSpannung folgen und zur Herbeiführung einer ihm günstigen Entschei-dung mitzuwirken suchen mußte. Die Klagen über die Räubereien derAetoler bewirkten im Jahre 220 zu Korinth einen Beschluß der Achäer,sie unter der Leitung des Königs Philipp zu bekriegen. Den Aratus,der schon eine Niederlage in Arkadien erlitten, suchten zwar Widersacherzu stürzen, aber es gelang ihm, sein Ansehen auf's Neue zu befestigen.Der Krieg, der, weil auf beiden Seiten Bundesgenossenschaften standen,der Bnndesgenossenkrieg genannt wird, tobte mit großer Abwechselungund unter gewaltiger Verheerung durch Thessalien, Aetolien und den Pe-loponnes. Thessalien war für ätolische, Aetolien für makedonische Ein-fälle das Ziel. Im Peloponnes standen Elis und Sparta auf ätolischerSeite und waren daher auf sie die macedonisch-achäischen Angriffe ge-richtet. Zu gleicher Zeit nahmen illyrische Seeräuber auf beiden Seite»an dem Kriege Theil und machten weit und breit die Meere unsicher.Nach einer Reihe vereinzelter Unternehmungen, deren keine entscheidendwirkte, die aber zusammen alle von dem Kriege berührten Länder inden elendesten Zustand versetzten, brachte eine von den Rhodiern ver-suchte Vermittlung den Frieden im Jahre 217 zuwege. Die Nhodier,der einzige freie griechische Staat, wünschten diesen Krieg, der ganzGriechenland zu Philipps Füßen zu legen drohte und den Handel auf