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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
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Das makedonische Reich unter den Antigoniden

Kriege nicht Theil nahmen, die Thermopylen gesperrt hatten, über Euböanach Megaris und stand dem Kleomenes, der die Akropolis von Korinthschon eingeschlossen hatte und auf dem Isthmus eine verschanzte Stellungeinnahm, eine Zeitlang rathlos gegenüber. Da landeten Macedonier unterAratus' Führung bei Epidauruö und in Argos brach eine achäisch-ma-kedonische Bewegung aus. Inf Rücken bedroht, zog Kleomenes nachArkadien und Antigonus, dem die Achäer die Akropolis übergaben,,folgte ihm auf dem Fuße. Die Macedonier wurden entlassen und dieSöldner in die achäischen Städte zur Winterruhe geführt. Währenddes Winters brach Kleomenes nach neuen Rüstungen aus Sparta her-vor, überrumpelte, als die Macedonier schon in Arkadien festen Fußgefaßt hatten, die Stadt Megalopolis und bedrohte die Macedonier undAchäer in Argolis und Achaia. Doch seine Mittel reichten zur Ver-folgung der gewonnenen Vortheile nicht aus. PtolemäuK. Euergeteswar zwar, da die ägyptische Staatskunst ein stetes Bekämpfen desmakedonischen Einflusses in Griechenland erheischte, aus einem Bundes-genossen der Achäer Bundesgenosse des Kleomenes geworden, aber seineHülfsgelder flössen zu spärlich. Kleomenes war bald auf VertheidigungLakoniens beschränkt und im Frühling des Jahres 222 mußte er, daseine Söldner schwierig wurden, ans der Hauptstraße aus Arkadien nachLakonien bei Sellasia eine Schlacht annehmen, deren Verzögerung beiden Gefahren, die sich für Antigonus im Norden entwickelten und ihnbald zurückrufen konnten, ihn vielleicht gerettet hätte. Er verlor dieSchlacht, rettete sich über Gythium nach Alexandria, Antigonus aberkam nach Sparta, vernichtete die von Kleomenes bewirkten Einrichtun-gen und kehrte, nachdem er bei den nemeischen Spielen reichliche Ehren-bezeigungen genossen, eilig nach Makedonien zurück, um die eingefallenenIllyrier über die Grenzen zurückzuwerfen. Das Königthum der Hera-kliden war vernichtet. Euklidas hatte in der Schlacht das Leben ver-loren. Kleomenes lebte in Alexandrien unter dem Schutze und in derAchtung des Ptolemäus Euergetes. Unter dessen Nachfolger aber saher die gehegte Hoffnung, mit ägyptischer Hülfe zur Herstellung Sparta'sheimkehren zu können, verschwinden und Zwist mit der den König be-herrschenden Umgebung brachte ihn in das Gefängniß. Von hier ent-kam er eines Tages, suchte das Volk von Alexandrien zum Aufstandgegen den nichtswürdigen Hof aufzuregcn und ging in diesem verzwei-felten Beginnen unter. Er und seine Freunde gaben sich, indem sieihre Verachtung über das versunkene Geschlecht aussprachen, wechsel-seitig den Tod.

9. Die Abhängigkeit der Achäer von Makedonien und dessen Herr-schaft im Peloponnes befestigte sich bald in neuen Kämpfen. DieVeranlassung dazu kam durch Naubzüge, die von Aetolien aus, nicht