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und Griechenland bis auf Philopvuren.
Kleomenes stand ün Peloponnes so hoch in Ansehen, daß Ansprüche Spar-ta's auf Hegemonie nicht ohne Erfolg bleiben konnten. Aratus hatte dasVertrauen zu sich und, bei den außer Achaia zum Bunde gehörigenStädten, das Vertrauen zu dem Bunde geschwächt. Es blieb auf demWege, den die Geschichte Griechenlands mit Gründung des achäischen Bun-des zu gehen begonnen hatte, nur der Weg übrig, daß Sparta sich demBunde anschloß, aber nicht, um eine Stimme gleich jeder der verbünde-ten Städte zu führen, sondern um die Leitung zu übernehmen. Invielen Städten regten sich Wünsche für Nachahmung dessen, was inSparta geschehen war, Kleomenes hatte schon im eigentlichen Achäergebietebei Dyme den Aratus geschlagen, die Städte von ganz Argvlis warenSparta zugefallen und Sicyon und Korinth waren bedroht. Da suchteAratus gegen den unwiderstehlichen spartanischen Helden die Hülfe der-jenigen B!»cht, welche der achäische Bund des Einflusses auf denPeloponnes beraubt hatte. Er zerstörte selbst das Werk seines Lebens,indem er mit Antigonus Doson zu unterhandeln anfing. Seine Arbeitwar die des Sisyphns, der nach alter Sage in der Unterwelt ein Ver-brechen damit büßt, daß er einen Stein den Berg hinaufwälzt, um obenangelangt ihn wieder Hinabrollen zu sehen. Ganz Griechenland aberspielt, je weiter seine Geschichte sich spinnt, immer mehr die Nolle deSTantalus, der schmachtend Früchte vor sich schweben sieht, ohne sie er-greifen-zu können. Die alten Bezwinger der Perser hatten ein Zielerreicht, dessen sie sich bewußt waren, die Selbstständigkeit Griechenlands,und ein Ziel, dessen sie sich nicht bewußt waren, die Sicherheit griechi-scher Bildung gegen asiatische Barbarei. Als aber Perikles das Ge-wonnene nutzbar machen will, gelangt er zu Erfolgen, durch welche sichGriechenlands Verderben entscheidet. Die Saat des Verderbens gehtauf und Demosthenes ringt für Griechenlands Rettung, die nicht mehrmöglich ist, bis zum eignen Untergange. Noch einmal scheint eine Er-hebung möglich und Aratus läßt, da sie kaum begonnen hat, muthlosdie Hände sinken.
8. Kleomenes suchte die Herstellung spartanischer Hegemonie durchUnterhandlung mit den Achäern zu fördern. Aratus hatte sich aber zuweit mit Antigonus eingelassen und, während Kleomenes in Spartakrank lag, kam der Vertrag mit Antigonus zum Abschluß. Ein neuesVorrücken des Kleomenes im Jahre 223 beschränkte Achaia auf seinenalten Umfang und brachte selbst das achäische Pellene in spartanische Ge-walt; Korinth ergab sich, während eine achäische Besatzung die Akropolisbehauptete, an den Eroberer und dieser schloß Sicyon ein, wo Aratus sichbefand. Aratus entkam nach Aegium, wo der Bund auf Antigonus' Bedin-gungen einzugehen und die Akropolis von Korinth demselben zu übergebenbeschloß. Antigonus kam, da die Aetoler, wenn sie auch weiter an dem
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