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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
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Das maccdonische Reich unter den Antigonidcn

I

donien her drohte, schloß der Bund einen Vertrag mit dem Könige vonAegypten, kraft dessen er demselben den Namen eines obersten Anfüh- !

rers übertrug. Von Makedonien aus geschahen keine unmittelbaren ^

Schritte, die Ausbreitung des achäischen Bundes zu hemmen. Man mußannehmen, daß Antigonus durch Vertheidigung Macedoniens gegen dierohen Völker der Nachbarschaft zu sehr in Anspruch genommen war, ^

um im Peloponnes einzuschreiten. Dagegen erscheint er den Aetolernbefreundet und diese brechen über den Isthmus in Achaia ein, werdenaber nach Plünderung von Pellene durch Aratus überfallen und zurRückkehr genöthigt.. Bald löste sich auch das Bündniß Macedoniensmit den Aetolern und es wurde, als Antigonus im Jahre 243 gestorben !

war, gegen dessen Sohn Demetrius gemeinsam von Aetolern und Achäern !

gekämpft. In Epirus erlosch mit Alexander das Königthum. Von den ^

noch übrigen Mitgliedern der Königsfamilie geht das eine nach dem !

andern in inneren Empörungen zu Grunde und das einst unter den !

molossischen Königen vereinigte Land zerfällt in einzelne Theile, deren ^

Bewohner ohne Fürsten leben und, soweit sie nicht dem ätolischen Bundeeinverleibt werden, einen eigenen nach Art des ätolischen bilden. Wäh-rend dieser Vorgänge griffen die Aetoler nach dem epirotischen Theile ivon Akarnanicn, und Demetrius, der mit einer Tochter Alexanders ver- :heirathet war, leistete deren Mutter Olympias, der Wittwe Alexanders,in ihrer Bedrängniß Beistand. Hieraus entwickelte sich ein Kriegs;»- !stand zwischen Makedonien und Aetolien, der dem ätolischen Bunde seineweiteste Ausdehnung gegeben zu haben scheint. Die Vernichtung desmakedonischen Einflusses in Mittelgriechenland bot auch den Achäern eineGelegenheit zu ungestörter Ausbreitung ihrer Herrschaft über den Pe-loponnes und so unterstützten sie die Aetoler in diesem Kriege, der nachdem gemeinschaftlichen Gegner der demetrische genannt wird. Die Achäerzogen aus diesem Kriege nur spärliche Frucht, da sie ihn an zu ver- jschiedencn Orten führten. Sie unterstützten die Aetoler in den Händelnvon Epirus und Akarnanien, kämpften zur See mit Illyriern und Akar- jnaniern um Corcyra, versuchten Attika von den Macedoniern zu be- !freien und wollten sich in der Landschaft Argolis, wo die noch bestehen-den Tyrannen durch makedonisches Geld gehalten wurden, weiter aus-breiten. Erst nach dem im Jahre 232 in einem Feldzuge gegen dasillyrische Volk der Dardaner erfolgten Tode des Demetrius, als fürdessen unmündigen Sohn Philipp der Sohn des cyrenäischen Demetrius,Antigonus Doson, regierte und gegen die nördlichen Nachbarn und innereAufstände um das Bestehen des Reiches zu kämpfen hatte, machten dieAchäer schnellere Fortschritte, indem die Tyrannen, von Makedonienaufgegeben, theils überwältigt wurden, theils sich zum Rücktritt bestimmenließen. Kurz nach Demetrius' Tode gelang dem Aratus bei einem