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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
Entstehung
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342
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Z42 Das Reich der Sclcuciden bis auf Antiochus VII.

Freiheit, aber Judas setzt den Kampf fort, da sich jetzt die Bewegungein ferneres Ziel, die nationale Unabhängigkeit, gesteckt hat. Vergebensgab Lysias den seleucidischen Hohepriester Menelaus als den Urheberder Verwirrung preis und ließ ihn hinrichten. Der Friede kam erstdadurch zu Stande, daß Judas als Statthalter des Königs über dasLand der Juden eingesetzt wurde und hiermit war zu einer Selbststän-digkeit, wie sie schon viele Völker den Seleuciden gegenüber gewonnenhatten, der Grund gelegt. Zn Statten kam hierbei das neue Eingreifender Römer in die Angelegenheiten des Reiches. Römische Gesandteerscheinen und lassen, um das dem dritten Antiochus gegebene Verbotaufrecht zu halten, die seitdem wieder ausgerüsteten Elephanten undKriegsschiffe vernichten. Bald, im Jahre 162, kehrt auch der in Romals Geisel verwahrte Demetrius nach Syrien zurück, landet zu Tripo-lis und erlangt durch Antiochus' und Lysias' Sturz die Königswürde.Es beginnt eine Zeit der Thronstrcitigkeiten zwischen den von demvierten Seleukus und dem vierten Antiochus abstammenden Königenund durch Theilnahme an diesen Kämpfen überschreitet Judas die Grenzeder ihm gewordenen Aufgabe eines Vertheidigers des Glaubens und derSitte. Demetrius erliegt dem Alexander Balas, einem angeblichenSohne des vierten Antiochus, dieser dem Sohne des Demetrius, gleich-falls Demetrius genannt. Unter dem zweiten Demetrius erst stellensich die Verhältnisse der Juden fest. Nach Jahren wechselvoller Kämpfe,in welchen auf Judas ein anderer der Brüder, Jonathan und auf diesenein dritter, Simon, gefolgt ist, welche beide die hohepriesterliche Würdemit der fürstlichen vereinigen, wird von Demetrius die Unabhängigkeitdes neuen Staates anerkannt und selbst die Tributzahlung hört auf.Gleiche Anerkennung genießt derselbe auch, als nach Demetrius' Gefan-gennehmung durch die Parther im Jahre 141 dessen Bruder als dersiebente Antiochus, nach der pamphylischen Stadt Sida, wo er erzogenworden, Sidetes genannt, zur Herrschaft gelangt.

9. So ist Simon der erste eigentliche Fürst der Juden und vonihm stammt die Reihe der folgenden hasmonäischcn Fürsten, die, zugleichmit der hohepriesterlichen Würde bekleidet, ein Jahrhundert lang imLande herrschen. Der Genuß der Fürstenmacht verstrickte die Hasmo-näer in die Bestrebungen der Selbstsucht und machte sie, während sieein Halt für das geistige Leben des Judenthums hätten werden sollen,an Ueppigkeit, Treulosigkeit und Grausamkeit den heidnischen Königenähnlich. Die Pflege des geistigen Lebens im Judenthum blieb sonachMännern überlassen, welche ohne staatliche Veranstaltung, von inneremBerufe getrieben, sich der religiösen Lehre widmeten und an welche sichnach freier Wahl Schüler anschlossen, die dann ihre Nachfolger in demfreiwilligen Lehramte wurden. Hing nun die Fortpflanzung der Lehre