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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
Entstehung
Seite
335
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Das Reich der Seleucidcn bis auf Antiochus VII. Zzz

Welt zu finden waren, sich gegen Nom vereinigten, blieb fruchtlos, weilzwischen Antiochus und Hannibal eine völlige Eintracht nicht möglichwar. War Antiochus nicht groß genug, um nach Hannibals Nach ineinem unmittelbaren Angriffe auf Italien das wirksamste Mittel seinerRettung zu sehen, so standen Hannibals Gedanken zu sehr im Dienstecarthagischen Vortheils, als daß Antiochus arglos genug hätte seinkönnen, ihm seine ganze Macht zur Verfügung zu stellen. Der Kriegwurde als eine Unterstützung der Aetoler betrieben. Der König lan-dete, von Hannibal begleitet, im Jahre 192 in Demetrias, stimmte durchdie Geringfügigkeit der mitgebrachten Kriegsmacht die Hoffnungen derAetoler, die ihn, wie einst die Tarentiner den Pprrhus, zu ihrem Ober-befehlshaber ernannt hatten, herab, und versäumte das Vordringen nachder Westküste Griechenlands, wo er die Landungsplätze hätte in Besitznehmen sollen. Ein großer Theil Griechenlands war während langenWiderstandes gegen makedonische Bestrebungen schon von den Römernzu ihren Gunsten gestimmt und Antiochus verfeindete sich mit Philippso, daß dieser der ihm aufgenöthigten Bundesgenossenschaft mit Romtreu blieb. Da Antiochus eben so irrig auf eine bei den Aetolern vor-findliche Kriegsmacht, wie diese auf die von ihm mitzubringende, gerechnethatte, wartete er den ganzen Winter vom Jahre 192 bis in's Jahr 191in dem festen Chalcis auf Verstärkungen aus Asien, ließ ein römisches Heerlanden und mit Philipp in Thessalien eindringen, besetzte die Thermo-pylen, ward umgangen, erlitt eine vernichtende Niederlage und flohnach Ephesus. Seine Flotte schlugen die Römer mit Hülfe des Attalusund der Nhodier zweimal, bei Chius und bei der nicht weit von Ephe-sus gelegenen Insel Myonnesus und, da er sich den von den Römerngestellten Friedensbedingungen nicht fügen wollte, ward der Krieg nachAsien versetzt, wo der König im Jahre 189 bei Magnesia am BergeSipplus eine neue Niederlage erlitt, die ihn zu der sofortigen Bitteum Frieden nöthigte. Außer einer großen Geldzahlung und der Aus-lieferung seiner Elephanten und Kriegsschiffe wurde ihm die Abtretungalles diesseits des Taurus gelegenen Landes auferlegt und die Römervergrößerten damit ihre beiden Bundesgenossen, die Staaten von Per-gamum, wo jetzt Attalus' Sohn, der zweite Eumenes,. herrschte, undRhodus, von denen der eine Mpsien, Lpdien und Phrpgien nebst demthracischen Chersones, der andere Karten und Lycien erhielt, währendPamphylien und Cilicien dem seleucidischen Reiche verblieben. Bithy-nien, dessen König Prusiaö es eine Zeitlang mit Antiochus gehalten,denselben aber im Laufe des Krieges verlassen hatte, blieb ungeschmälertund ungemehrt. Das Pergamenische Reich war jetzt das bedeutendsteunter den kleinen Reichen zwischen den beiden damaligen Hauptmächten.Auch die Gallier wurden von den Römern nach einem Kampfe in