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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
Entstehung
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334
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ZZ4 Das Reich der Selcuciden bis auf Antiochus VIl. !

Theil genommen hatte, in augenscheinliche Gefahr und hieß sie ihreBlicke nach den auf Makedonien und Griechenland sehr aufmerksamenRömern richten. Die Römer beseitigten die für sie und ihre kleinasia-tischen Bundesgenossen aus dem Bündniß der beiden großen Staaten >erwachsende Gefahr durch kluge Unterhandlungen, mit denen sie den !Antiochus für so lange zu beschwichtigen suchten, bis die BezwingungPhilipps ihnen eine andere Sprache zu reden erlauben würde. Kaumwar Carthago gebrochen, als der Krieg gegen Philipp begann und aufseinen Feldzügen in den ägyptischen Gebieten des südlichen Kleinasienserhielt Antiochus im Jahre 197 die Nachricht von Philipps Niederlagein Thessalien und beendigte im Jahre 196 seinen Heereszug mit derBesetzung des ebenfalls Aegypten gehörigen thracischen Chersoneses, sodaß er bei der Gefahr eines Kampfes mit den Römern die Punkte der ^Verbindung zwischen Europa und Asien beherrschte.

4. Es war dahin gekommen, daß das römische und das seleucidischeReich die Hauptmächte der Welt bildeten und zwischen ihnen lag nur !eine Anzahl ohnmächtiger kleinerer Staaten, die durch ihre örtliche Lagezu Opfern eines zwischen jenen ausbrechenden Kampfes bestimmt waren. !Wie die östlich gelegenen Staaten Pergamnm und Nhodus in der öst- !liehen Hauptmacht ihren Feind sahen und die Hülfe der westlichen such-ten, mußten die letzten in Griechenland gewagten und durch die Aetoler >geleiteten Bemühungen um Erhaltung der Selbstständigkeit bei der Ge-fahr, welche dieser westlichen Mittelmacht von der westlichen Hauptmachtdrohte, sich an die östliche Hauptmacht anschließen. Antiochus war zurHülfe bereit. Die Römer forderten von ihm nach Philipps Besiegungdie Herausgabe aller ehemaligen ägyptischen Besitzungen, die Philippund er sich zugeeignet, sowie die Freigebung aller griechischen Städte in !>Kleinasien, stellten auch den Grundsatz auf, daß keine asiatische Machtnach Europa übergreifen dürfe. Antiochus, der Abkömmling eines !makedonischen Herrschers, konnte in seiner Besetzung des Chersoneses nureinen der Schritte zur Wiederstellung des Reiches von Seleukus Nika-tor sehen und wies die Einmischung Roms zurück. Ihm drohte Romzugleich von Afrika her, da Carthago zu Boden lag und das schwacheägyptische Reich nur als bereitwilliges Werkzeug römischer Staatskunstdienen konnte. Der große Feldherr Carthago's, Hannibal, der, nachdem ^er den Waffen Roms erlegen, seinen Staat durch innere, verwaltende >Thätigkeit zu einer künftigen Wiedererhebung zu kräftigen gesucht hatte, >war durch das wachsame Rom aus seiner Heimath vertrieben wordenund hatte am Hofe des Antiochus Zuflucht gefunden. Hiermit hatteAntiochus einen ebenso großen Antrieb zum Kriege gegen Rom, als fRom zur Aufmerksamkeit auf Antiochus erhalten. Doch daß das größteFeldherrntalent und die größte Kriegsmacht, die außerhalb der römischen