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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
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Das Reich der Seleuciden bis auf Antiochus VII.

zahl von erfolgreichen Unternehmungen für einige Zeit die Erwartungerregte, als könne das Reich des Seleukus Nikator sich erneuern. Alsdas dringendste Bedürfniß erschien dem jungen Könige die Wiederge-winnung der an Aegypten verlorenen Länder Cölesyrien, Phönicien undPalästina. Ehe er aber den Krieg gegen Ptolemäus Philopator unter-nahm, wurde es nöthig, dem Abfalle der Satrapen Molo und Alexan-der von Medien und Persien zu begegnen, der um so gefährlicherwerden konnte, als die Anlehnung der Empörer an das parthische Reichzu befürchten war und ein Gelingen ihres Unternehmens als Beispielweiter wirken mußte. Es glückte, die empörten Länder zum Gehorsamzurückzuführen. Der Feldzug gegen Aegypten kam nun zur Ausführungim Jahre 217. Die Grenzländer wurden erobert, an der Küste kamendie festen Plätze, worunter Tyrus und das aus dem alten Akkon her-vorgegangene Ptolemais, in Antiochus' Gewalt- und erst bei Naphia, inder Nähe von Gaza , begegnete man einem ägyptischen Heere unterPtolemäus, in welchem sich auch gegen die Gewohnheit eigentlich ägyp-tische Truppen befanden. Zwar erwiesen sich die von den ägyptischenKönigen zum Kriegsgebrauch abgerichteten libyschen Elephanten gegenüber idenen des Antiochus, die den Rest der von Seleukus aus Indien ge-brachten bildeten, als untauglich, aber dennoch erfocht das ägyptischeHeer einen Sieg, der die streitigen Länder mit Ausnahme Seleucia's !

an Aegypten zurückbrachte, und für Antiochus sehr verderblich hätte f

werden müssen, wenn nicht der kraftlose Ptolemäus in der Abneigung ^

gegen weitere Anstrengung heimgekehrt wäre. Inzwischen hatte Achäus, s

ein Verwandter des königlichen Hauses, der in Kleinasien dieselbe ^

Stellung, wie einst Antiochus Hierar, bekleidete, in Folge einer Verfem- ^

düng mit des Königs Günstling Hermias, dort auch eine ähnliche Rollezu spielen angefangen. Er hatte sich das Diadem aufgesetzt und machteMiene, in Syrien einzudringen. Ptolemäus oder vielmehr diejenigen,welche für ihn regierten, folgten der hergebrachten ägyptischen Politik,die Wirren im Seleucidenreiche zu unterstützen, und liehen dem Empörerihre Hülfe. Eine andere Stellung aber als früher nahm Attalus in ^diesem Kriege ein. Hatte er im Anschlüsse an Antiochus Hierar ein !Mittel zu Vernichtung der Scleucidenherrschaft in Kleinasien und somitzu Befestigung der seinigen gesehen, so schien ihm jetzt ein neues selbst- z

ständiges Reich erstehen zu wollen, das den Bestand seines eigenen in ^

Frage stellte. Er schließt ein Bündniß mit Antiochus und unterwirft ,

mit neu aus Thracien'gekommenen Schaaren im Rücken des Achäus die ^

südwärts an der Küste hin gelegenen Griechenstädte, wodurch die Wirk-samkeit der ägyptischen Hülfe geschwächt wird. Doch da Antiochus überden Taurus kommt, bleibt er unthätig, wahrscheinlich, weil er vonraschem Niederwerfen der Macht des Achäus auch für sich Gefahr