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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
Entstehung
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327
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Das Reich der Scleucidcn bis auf Antiochus VII. ZZ7

such, den Sitz der Herrschaft an die Westküste Kleinasiens zu rücken,war selbst nach Lysimachus Sturz, so sehr auch die noch nicht erloschenenGedanken an Gewinnung Makedoniens dahin deuten mochten, nicht zudenken, weil die kleinasiatischen Fürstenthüiner jene Gegend unsichermachten, die griechischen Küstenstädte im Besitze einer gewissen Selbst-ständigkeit eine unsichere Grundlage der Herrschaft gebildet haben würden,die im Taurus sich unabhängig behauptenden Pisider, Jsaurer undLykaoner, sowie die streifenden Horden der Gallier, die Verbindungdorthin erschwerten, ein fortdauernder Angriff des die Herrschaft zurSee ausübenden Aegyptens hier am meisten zu fürchten war und dasVerlegen des Herrschersitzes aus Syrien zugleich der Beschützung desLandes gegen den gefährlichen ägyptischen Nachbar nachthcilig werdenmußte. Der eigentliche Schauplatz für Entwicklung des Hellenismusward daher das semitische Asien und, während im innern Kleinasien undin Iran die griechischen Ansiedlungen bloß Stützpunkte der Herrschaftwaren, dienten sie hier als Mittelpunkte einer rings umher vor sichgehenden Umbildung, durch welche die fremde Herrschaft feste Wurzel faßte.Es füllte sich das Land mit Städten, die sich durch ihre Namen schon,sofern diese an Mitglieder der Herrscherfamilie oder an OertlichkeitenMakedoniens erinnerten, als Gründungen der makedonischen Dynastieausweisen und Pflanzstätten hellenistischen Lebens wurden. Unter ihnen,deren viele nach Seleukus und Antiochus genannt sind, haben die größteBedeutung Seleucia am Tigris, wodurch Babylon verödet und ersetztwurde, und die am Orontcs nach Aufgebnng von Antigonia erbautenAntiochia und Seleucia, von denen das erstere der Sitz der Herrschaftund das letztere dessen Vormauer und Hafcnplatz war. Die Gegendam Orontes, die den makedonischen Namen Plenen hatte, umfaßte außerden am unteren Laufe des Flusses gelegenen Städten Seleucia undAntiochia noch am oberen Laufe desselben Apamea, den Standort einergroßen Kriegsmacht, und Laodicea, die Grenzfeste gegen das ägyp-tische Cölesyrien. Auf wie verschiedenen Bedingungen die Herrschaftim Westen und im Osten ruhte, zeigt sich darin, daß schon Seleukusseinem Sohne Antiochus, dem er seine Gattin Stratonice abgetreten,die Negierung der oberen Satrapieen, worunter das iranische Landzu verstehen, übergab. Es deutet dicß darauf, daß man ein Be-dürfniß erkannte, durch Theilung der Regierungsgewalt eine er-kannte Neigung zur Absonderung zu beschwichtigen und den daraufgerichteten Bestrebungen durch Gründung einer Oberstatthalterschaftein wirksames Gegengewicht zu geben. Zum Sitz der Herrschaftwar für die Osthälfte des Reiches ebenso das an dem Weftrandederselben gelegene Seleucia am Tigris gewählt, wie das gesammteReich seine Hauptstadt an seiner Weftgrenze hatte. Auf diesem in