Das ägyptische Reich unter den ersten Ptolemäern.
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Römern, das wohl nur die Oeffnung italischer Häfen für den ägypti-schen Handel zum Zwecke haben konnte. Die aufstrebende römischeMacht war, da sie in dem italischen Griechenland einen gefährlichenNebenbuhler des ägyptischen Handels beseitigte, für Ptolcmäus von umso größerer Wichtigkeit, als sie nach keiner Seeherrschaft zu trachtenschien. So blieb er denn auch in dem Kriege, den Nom mit Car-thago auf Sicilien führte, ungeachtet seiner Freundschaft mit Carthago,in einer zurückhaltenden Stellung, da die Festsetzung der Römer auf derInsel die beiden Haupthandelsstaaten des Westens schwächte und denägyptischen Schiffen entschieden den Westen des Mittelmeeres öffnete.Diese Vortheile zu ärnten, wurde dem Könige dadurch erleichtert, daßkeiner der östlichen Staaten, die früher in die Angelegenheiten Sicilienseingegriffen hatten, nicht Korinth, nicht Sparta, nicht Epirus, sich inder Lage befand, fetzt ein Gleiches zu thun. Recht fruchtbar aber
konnten die gewonnenen Vortheile werden, als Aegypten den Be-sitz der phönicischen Städte wieder errungen hatte und dadurch imStande war, deren Beziehungen zu dem äußersten Westen wieder an-zuknüpfen.
9. Den Besitz der phönicischen Küste wie des gesammten Syrienserlangte Aegypten nach drei gegen die Könige aus der Familie desSeleukus geführten Kriegen, von denen zwei in die Zeit des zweiten,der dritte in die Zeit des dritten Ptolemäus fallen. Zwischen den
Seleuciden und Ptolemäern war natürliche Feindschaft wegen Syriens.Dazu kam, daß Aegypten in die Angelegenheiten der beiden anderngroßen Reiche einzugreifen versuchen mußte, um ihre Angriffe aufsich unmöglich zu machen. Das südliche Syrien war im Anfängeder Negierung des Antiochus wieder mit Aegypten vereinigt worden.Den gefährlichen ägyptischen Nachbar zu schwächen, knüpfte Antiochusden Fürsten Magas von Cyrene an sich, indem er demselben seine Toch-ter Apama vermählte. Es folgten Angriffe auf Aegypten von beiden
Seiten. Dieses aber war den Feinden durch seine Seemacht gewachsen,mit der es das Reich des Antiochus an seinen ausgedehnten Küstenüberall beschädigen konnte. Aegypten eröffnete sich außerdem, daß esdas südliche Syrien behauptete, Aussicht auf Wiedervereinigung Cyrene's,da Magas' Tochter Berenice mit dem ägyptischen Thronfolger verlobtwurde. Diese Aussicht suchte Makedonien zu vereiteln, das ebenso einebefreundete Macht in Aegyptens Nähe zu haben suchte, wie dieses fürMakedonien in Griechenland Hemmnisse zu bereiten suchte. Ein Bruderdes Antigonus Gonatas, mit Namen Demetrius, erschien nach demTode des Magas im Einverständnisse mit der Wittwe, um Berenice zuheirathen und so ein für Aegypten feindliches Cyrene aufrecht zu er-halten. Doch da die Mutter der Tochter den bestimmten Gemahl ah-
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