Die Auflösung des macedonisch-persischen Reiches.
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hängigkeit lebend durch innere Parteiungen ein Tummelplatz für dieAbenteurer der damaligen Zeit war. Die Stadt, die schon bei dem An-griffe des Demetrius befestigt gewesen, wurde unter Mitwirkung derFrauen hartnäckig vertheidigt und Pyrrhus, der bei dem Sturme, wieeinst Polysperchon gegen Megalopolis gethan, auch Elephanten anwandte,mußte abziehen. Auf dem Rückzuge erbat sich seine Hülfe eine Parteiin Argos, während die andere sich an Antigonus wandte, der dem Pyr-rhus mit einem Heere in den Peloponnes gefolgt war. Beiden Königenwurde durch ihre Anhänger die Stadt von entgegengesetzten Seiten ge-öffnet, es kam in derselben zum Kampfe und den Pyrrhus stürzte einSteinwurf nieder, womit eine Frau von einem Dache ihn traf. Anti-gonus vernichtete nun das Heer des Pyrrhus, befestigte seine Herr-schaft im Peloponnes durch Aufstellung von Tyrannen oder, wie siejene Zeit gewöhnlich nennt, von Fürsten, die, durch ihn gehalten, nachseinem Sinne regierten. Den Besitz von Athen erkämpfte er in einemKriege, in welchem dieses von Aegypten und dem Könige Areus vonSparta aus unterstützt wurde und welcher nach dem Führer der Athenerder Krieg des Chremonides genannt wird. Auch das von ihm stets be-sessene Korinth, das ein Befehlshaber zu einem eigenen Fürstenthum hattebilden wollen, gewann er wieder. Dieser Befehlshaber war Alexander,der Sohn eines Kraterus, welcher des alten Kraterus und der PhilaSohn, also ein Halbbruder des Antigonus war. Den jüngeren Kra-terus hatte Antigonus nach seines Vaters Tode als Befehlshaber einge-setzt. Aber Alexander und seine Wittwe Nicäa behaupteten Fürstenge-walt. Antigonus ward wieder Herr der Stadt durch die Vorspiege-lung einer Vermählung der Nicäa mit seinem Sohne Demetrius. In-zwischen hatte sein Sohn Demetrius des Pyrrhus Sohn Alerander, dereinen Versuch zur Behauptung Makedoniens gemacht, zurückgeworfen.So war ein halbes Jahrhundert nach Alexanders des Großen Todein dessen Stammlande die Herrschaft der Familie befestigt, deren Ahn-herr Antigonus um den Besitz des gesammten Reiches gestritten hatte.Hiermit ist die Gründung einer neuen Ordnung, die sich in Aegyptenbegonnen hatte, für das ganze Reich vollendet und es bilden sich diehellenistischen Reiche aus, deren Geschichte in der Folge in die derRömer ausläuft.
18. Das Ergebniß der von Alexanders Nachfolgern geführten Kämpfeist die Entstehung einer Anzahl von Reichen, die nach der Masse ihrerBevölkerungen ungriechisch, durch die Familien ihrer Herrscher und dieihre Herrschaft stützenden Heere, sowie durch eine Menge von Ansied-lern, griechisch sind. Zwar sind die Familien, welche die Herrschaft er-halten und, wenigstens zum Theil, auch die Truppen, mittelst deren siesich behaupten, makedonischer Herkunft, aber wie schon Philipp und