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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
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Die Auflösung des makedonisch-persischen Reiches.

nächste Unternehmung war ein Krieg gegen die vom Reiche getrenntewichtige Stadt Kassandrea. Hier hatte in den Zeiten der AnarchieEurydice, die Wittwe von Kassanderö Sohne Antipater und Tochterdes Lysimachus, gewohnt und sie hatte der Stadt die Freiheit geschenkt,so daß sie sich zu einem selbstständigen Staate gestaltete. Durch eineVerschwörung hatte sich ein Demagoge, Apollodorus, der Gewalt be- !

mächtigt, welcher seine Mitverschworenen durch den gemeinschaftlichen ^

Genuß von Fleisch und Blut eines geschlachteten Knaben sich zu ver- i

binden gesucht und welchem Selten als Söldner zur Stütze dienten. !

Gegen dieses durch seine Unmenschlichkeit sprichwörtlich gewordene Un- ^

geheuer mußte Antigonus mit großer Anstrengung kämpfen, da die Spar- , ^

taner, die von Aegypten aus als Werkzeuge zur Beschränkung der ma- !i

cedonischen Macht gebraucht wurden, demselben Unterstützung gewährten. U

Erst durch Berrath gelangte Antigonus in den Besitz der Stadt. Noch ^

aber war seine Herrschaft nicht befestigt. Pyrrhus, dem er fernere siUnterstützung verweigert hatte, kehrte aus Italien zurück, drang in Mace-Honicn ein, besiegte ihn und ward zum zweiten Male König des Landes, ^während der Gegner nur einige Seestädte, wie Thefsaloniee und Kas- !

sandrea, behauptete. Doch Pyrrhus war nicht der Mann, langsam und f

planmäßig das Gewonnene zu sichern. Durch seine Thatenlust ließ er ?sich bald zu einer neuen Unternehmung verleiten. In Sparta hatten !in der Linie der Ägiden nach dem bei Leuktra gefallenen Kleombrotus ?!nach einander seine beiden Söhne Agesipolis II. und Kleomenes II. re-giert. Dem letzter« war, da seine Regierung sehr lang war, nicht seinSohn, jener Akrotatus, der für Agrigent gegen Agathokles kämpfte, !

sondern dessen Sohn Areus gefolgt. Dieser war, wie sein Amtsgenosse !

Archidamus II., ein Abenteurer. Als solcher hatte er mit ägyptischer n

Unterstützung, noch vor dem keltischen Zuge nach Griechenland, gegen Anti- j;

gonus Gonatas und gegen die demselben befreundeten Aetoler einen Krieg s i

geführt, an dem sich, weil er ein Vergehen der Aetoler gegen das dem ^

Apollo geweihte krissäische Gebiet zum Vorwände hatte, auch andere !

Griechen betheiligten, der aber keinen Erfolg hatte, da die übrigen !

Griechen bald denselben aufgaben. Mit Areus hatte nach Kleomenes H. ^!

Tode dessen zweiter Sohn Kleonymus um die Nachfolge gestritten und > ^der Streit war durch die Ephoren für Areus entschieden worden. Nun !i

hatte auch Kleonymus das Leben eines Abenteurers begonnen und als k-

solcher in der Zeit zwischen dem molossischen Alexander und Pyrrhus !

den Tarentinern gedient. Er suchte in Folge der Feindschaft in der er j

mit Areus Sohne, einem zweiten Akrotatus lebte, seine Ansprüche aufdas von Areus behauptete Königthum mit Hülfe des Pyrrhus durchzu-setzen. Pyrrhus erschien im Jahre 272 mit einem Heere, bei dem sich ;

keltische Söldner befanden. Areus befand sich in Kreta, das in Unab- t