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Die Auflösung des macedonisch-pcrsischcn Reiches.
in den Donauländern keltische Gesandte, wie es scheint, aus jenen einstvon den Triballern bewohnten Gegenden. Der Drang der Cclten indie dem makedonischen Reiche benachbarten Gegenden wurde stärker,seitdem die Fortschritte der römischen Waffen im nördlichen Italien sie ge-nöthigt hatten, die Wanderungen nach diesem Lande aufzugeben. Schonzur Zeit des Lpsimachus war eine Schaar unter Kambaules in Thrakien ein-gedrungen, aber Angesichts der Rüstungen des Königs zurückgegangen.Die Erzählungen der Heimgekehrten von dem Neichthum der gesehenenLänder mögen die Lust zu neuen Zügen um so wirksamer angefacht haben,als bald die Kunde von der in Makedonien und Thrakien eingetretenenVerwirrung Aussicht auf Gelingen gab. So drangen zur Zeit desPtolemäus Keraunus im Jahre 280 drei Züge gegen Thrakien, gegenPäonien, gegen Jllyrien und Makedonien. Dem dritten dieser Züge,der von Belgius geführt wurde, stellte sich Ptolemäuö entgegen und fielim Kampfe. Das Land wurde von den wilden Feinden überschwemmtund die Versuche, die Ptolemäus' Bruder Meleager und nach ihm Anti-pater, ein Bruderssohn Kaffanders, auf die Königswürde machten, hattenkeinen dauernden Erfolg. Die Schaaren des Belgius waren mit ihrerBeute abgezogen und, vermuthlich von ihren Berichten gelockt, drang imJahre 278 der früher in Päonien erschienene Haufe nach Makedonienvor. Ein Macedonier Namens Sosthenes sammelte Truppen undkämpfte gegen sie so glücklich, daß sein Heer ihn als König begrüßte.
Er lehnte aber die Würde ab und fiel in neuen Kämpfen mit denFeinden. Während eine Abtheilung gegen Sosthenes kämpfte, wälztesich eine andere unter Brennus und Akichorius gegen Griechenland,wohin der alte Ruf von dem Neichthum des delphischen Tempels, ob-gleich seit dem heiligen Kriege die Wirklichkeit ihm nicht mehr entsprach,die Beutegierigen zog. Diese Schrecken vereinigten alle Griechenzwischen Thessalien und dem Peloponnes, welchen sich auch Antigonusanschloß, zu dem Versuche gemeinsamer Landesvertheidigung, währenddie Theffaler wehrlos waren und die Peloponnesier sich der Gefahr ferngenug glaubten. Die Thermopylen wurden gesperrt, aber die Feindeumgingen dieselben auf den Wegen, die einst Ephialtes dem Xerres ge- ^zeigt hatte und die Vertheidiger, die meist aus Aetolern bestanden,retteten sich auf die bereit liegende athenische Flotte unter dem Schutzeder von dort aus wirkenden Wurfgeschosse. Jetzt ließ Brennus denAkichorius im Thale des Spercheus bei Heraklea zurück, und unternahmden Zug gegen Delphi. Der Angriff mißlang und die Griechen erzähl-ten, daß Apollo auf wunderbare Art durch Donner und Sturm undvom Parnaß herabgestürzte Felsen die rohen Horden zurückgescheuchtund auf dem Rückzug durch. Verwirrung ihrer Sinne zu mörderischemKampfe gegen einander getrieben habe. Noch einmal hatte ein Theil