Z04 Die Auflösung des maccdonisch-persischen Reiches.
wüsten Landschaften an den Syrien den Agathokles erreicht, als dieserchm sein Heer verführte und ihn umbringen ließ. Mit der so verstärk-ten Macht die gewonnenen Vortheile weiter zu verfolgen, hinderte ihndie Notwendigkeit, nach Sicilien zurückzukehren. Nachdem er sich hiergegen Carthager und abtrünnige griechische Städte sicher gestellt, ginger zum zweiten Male nach Afrika. Hier hatte ein Heer, das er unterseinem Sohne Archagathus zurückgelassen, unglücklich gefochten und esmißlang auch ihm eine neue Schlacht. Er entwich heimlich von demHeere, das, von ihm prcisgegeben, ans Rache seine Söhne ermordete,mit den Carthagern Frieden schloß und sich zerstreute. In Sicilien be-festigte er seine Herrschaft auf's Neue, sicherte sie mit blutiger Grau-samkeit und nahm den Namen eines Königes an. Mit den Carthagernhatte er nun, nachdem der Krieg viele Tausende verschlungen, einenFrieden auf der Grundlage des Besitzstandes vor dem Kriege. FernereUnternehmungen waren nach Großgriechenland gerichtet, wo er den Ta-rentinern gegen ihre italischen Nachbarn beistand. In dieser Richtungkam er bis nach Corcpra, das er eroberte und gegen Kassander behaup-tete. Er soll sein Ende, das im Jahre 289 erfolgte, durch Vergiftungvon Seiten eines Enkels, eines Sohnes des Archagathus, gefunden haben,der seinen Oheim, des Agathokles jüngsten Sohn, um sich die Nachfolgezu sichern, hatte umbriugen lassen. Sein Ende war der Anfang einerneuen Auflösung des sprakusischen Staates. Zu dem hiermit verbunde-nen Elend kam noch, daß das Söldnerwesen nun seine äußersten Greuelentwickelte. Hatten bisher Söldner das Schicksal der Staaten entschie-den, Herrschaften gegründet und erhalten, so zeigt sich jetzt das Schau-spiel, daß Söldner sich von den Staaten absondern und selbst unterSchandthaten ein Gemeinwesen bilden, welches das Bild eines Näuber-lebens im Großen bietet. So machte sich eine große Söldnerschaar, dieaus Griechen und Italern bestand, zu Herren der Stadt Messana, mor-dete die Männer, behandelte die Frauen und Kinder als Sklaven undherrschte von hier aus über einen weiten Umkreis. Bei solcher Zer-rüttung suchten auch die Carthager wieder zu gewinnen und es schien,als ob sich die Insel zwischen die Carthager und jene Söldner, Mamer-tiner genannt, theilen und das griechische Leben auf derselben unter-gehen sollte. So war die Lage Siciliens, als Pyrrhus erschien. ZweiParteien, die sich in der Stadt befehdeten, hatten, während die Cartha-ger dieselbe belagerten, sich gleichzeitig an ihn gewandt, der als Gemahlvon Agathokles' Tochter Lanassa einen besonderen Beruf zum Eingreifenin diese Verwirrung zu haben schien. Mit dem Geschick des Herrschersund des Feldherrn brachte er die Parteien zur Ruhe und beschränktebald die Carthager auf das an der Westspitze der Insel gelegene Lily-bäum. Der Wunsch der unter ihm vereinigten Griechen, auch diesen