Die Auflösung des macedomsch-persischen Reiches. ZYZ
stützt wurde, endete im Jahre 339 mit dem Siege am Krimessus undder Herstellung der durch den ersten Dionysius gewonnenen Grenze amHalykus. Doch Timoleons wachsende Macht brachte den Hicetas wiedergegen ihn in die Waffen und als dieser geschlagen, gefangen und hin-gerichtet worden war, stand Timoleon als bewaffneter Beschützer derhergestellten Demokratie an der Spitze des so weit als je seine Hege-monie erstreckenden syrakusischen Staates bis zu seinem Tode im Jahre337. Mit seinem Tode wachten die Parteienkämpfe wieder auf, durchderen lange Folge sich Syrakus vor allen republikanischen Staaten desAlterthums ausgezeichnet hat. Es zeigen sich Bestrebungen zur Bildungeiner Oligarchie und der Widerstand dagegen bringt, wie zu den älterenZeiten im Mutterlande, einen Tyrannen empor, einen solchen der, wiedie beiden Dionyse und die Herrscher von Pherä, sich auf Söldnerheerestützt. Dieser ist Agathokles, ein Mann von niederm Stande und ohneBildung, der durch körperliche Vorzüge und Muth unter den Söldner-schaaren zu einer Führerstelle emporgestiegen. Seine Herrschaft verbreitetesich von Syrakus, dessen er sich im Jahre 317 bemächtigt hatte, überdie andern sicilischen Städte, bis sie den ganzen nicht karthagischenTheil der Insel umfaßte. Er war ein besserer Feldherr als der ersteDionysius und handelte kühner und zuversichtlicher als der zweite. Ge-wissenlos und unmenschlich zertrat er, was ihm hindernd im Wege stand.Die Befestigung seiner Herrschaft ging auf blutige Weise vor sich undals dieses Schicksal auch in Agrigent, welches sich mit Hülfe des Akro-tatus, des Sohnes Kleomenes' II. von Sparta, gegen ihn gewehrt hatte,die ihm feindliche Partei bedrohte, wurde die Hülfe der Carthager an-gerufen. Diese führten den neuen Krieg planmäßiger als alle früheren,sonderten die übrigen griechischen Städte, indem sie ihnen eine mildeHerrschaft boten, allmälig von Syrakus ab und begannen dasselbe zubelagern. Da entwarf er als der erste den kühnen Plan, durch einenAngriff auf Afrika die Carthager in Sicilien zu überwinden. Insge-heim traf er seine Vorbereitungen, entging mit seiner Flotte glücklichder karthagischen, landete im Jahre 310 in Afrika und ließ seine Flotte,damit sie nicht der verfolgenden karthagischen zur Beute würde, verbren-nen, so daß seine Truppen nur Sieg oder Untergang erwarten durften.Da die Carthager für die ihnen unterworfenen Landschaften harte Herrenwaren und die Städte im Lande keine Befestigungen hatten, gewann Aga-thokleö Anhang und stand nach zwei Siegen in der Nähe von Carthago.Er verwickelte in seine Unternehmung den von dem ägyptischen Königeabgefallenen Ophellas, indem er diesen durch das Versprechen, ihm dieafrikanischen Eroberungen abzutreten, zu einem Hülfszuge aus Cyrenein das Gebiet von Carthago bewog. Kaum hatte aber Ophellas nacheinem Zuge, der dem des Alexander durch Gedrohten glich, durch die