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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
Entstehung
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Z02 Die Auflösung des macedonisch-persischen Reiches.

nern, die sich gegen die benachbarten italischen Völker zu wehren hattenund als seefahrendes Volk der Streitmacht dazu ermangelten. DieTarentiner waren es auch, die Pyrrhus nach Italien riefen, als sievon den nun schon nach dem südlichen Italien greifenden Römern be-drängt wurden. So wurden italische Griechen die Veranlassung zuder ersten Berührung zwischen der griechischen und römischen Welt.Den Zug des Pyrrhus förderte Ptolemäus Keraunus, indem er ihmein makedonisches Heer zur Unterstützung mitgab, so daß keiner vonBeiden vor dem andern besorgt zu sein brauchte. Nach zwei Schlachten,in welchen Italien die Kriegselephanten, die mit den makedonischenHülfstruppen aus dem ehemaligen Heere des Seleukns auch in das desPyrrhus übergegangen waren, kennen gelernt hatte, benutzte er, da erungeachtet zweimaligen Sieges den Feind als einen überlegenen er-kannt, eine von Sicilien aus gegebene Veranlassung, sich hier einenneuen Schauplatz zu eröffnen. In Syrakus hatte unter dem zweitenDionysius nach wechselvollen Parteikämpfen, in welchen auch Dion alsOpfer des Dionysius gefallen war, im Jahre 345 das Elend den höch-sten Gipfel erreicht, als in der Stadt Dionysius und der Tyrann derLeontiner, Hicetas, sich befehdeten und die Carthager als Belagererdraußen standen. Die Partei des Hicetas wendete sich an Korinth, das,zur Führung eines Krieges zu schwach, wie ehemals zur Zeit des athe-nischen Feldzuges, Freiwillige hinziehen ließ. An ihre Spitze tratTimoleon, ein Mann, der an Gesinnung und Talent neben Demosthenesunter den ausgezeichneten in der Zeit des sinkenden Griechenthums steht.

Er lebte damals in tiefer Schwermuth, weil sein Bruder Timophanes,der als Führer einer Söldnerschaar sich tyrannische Gewalt angemaßtund seinem dringenden Flehen gegenüber nicht davon abgestanden, mit iseinem Vorwissen von Freunden der Verfassung niedergestoßen worden !war. Jetzt, als die nach Syrakus Ausziehenden ihn zum Führer ver-langten , willfahrte er und fand in dein neuen Berufe Freude undThatkraft wieder. Er vereitelte die Versuche der Carthager, ihm denWeg abzuschneiden, landete bei Tauromenium, fand Unterstützung beidem dortigen Tyrannen und gelangte durch ein kühnes Unternehmen in« Besitz eines Theiles von Syrakus. Nun schloß er einen Frieden mitDionysius, kraft dessen dieser der Herrschaft entsagte und sich mit seinemVermögen nach Korinth begab. Ueber Hicetas und die Carthager truger den Sieg davon, indem die erstem, an die sich Hicetas bei Timv-leons Annäherung angeschlossen hatte, aus Mißtrauen gegen denselbenzurückzogen und Hicetas nun leicht aus der Stadt geworfen wurde.Timoleonö Macht wuchs jetzt durch griechische Söldner, die in den Par-teikämpfen unter Dionysius und im heiligen Kriege gedient hatten, undein Krieg mit den Carthagcrn, in welchem er auch von Hicetas unter-