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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
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287
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Die Auflösung des makedonisch-persischen Reiches- 287

mit den europäischen Satrapen sollte Eumenes übernehmen, unter dessenSatrapie ganz Kleinasien mit Ausnahme Ciliciens vereinigt wurde undunter dessen Befehl auch die Satrapen von Cilicien und Armenien stehensollten. Als Antipater und Kraterus aus Aetolicn gegen den Helles-pont rückten, zog sich Eumenes, der ihren acht makedonischen Truppennur Asiaten cntgegenzustellen hatte, und den treulosen Satrapen Neop-tolemus von Armenien besiegen mußte, nach Kappadocien zurück. Hiererfolgte im Jahre 321 eine große Schlacht, in welcher das Ansehen desKraterus dem Eumenes verderblich werden konnte, wenn er nicht seinenTruppen geheim hielt, gegen wen sie kämpften. Der Sieg blieb demEumenes und außer Neoptolemus, der, vorher einzeln besiegt, zu denVerbündeten übergegangen war, fiel auch Kraterus, welchen Eumenes feier-lich betrauerte. Indessen behauptete Ptolemäus sich glücklich gegen denin Aegypten eingedrungenen Perdikkas. Seine Anstalten hatten diesemden Uebergang über den Nil unmöglich gemacht und, als er in einemAufstande des eigenen Heeres erschlagen war, machten die Führer mitPtolemäus Frieden.

5. Als das Heer des Perdikkas aus Aegypten zurückgekehrt war,faßte es zu Triparadisus in Syrien, auf die Nachricht von dem Ergeb-nisse des in Kleinasien geführten Krieges, einen Beschluß, wodurch Eu-menes als Feind der Macedonier erklärt wurde und übertrug demAntipater, der sich bei dem Heere eingefunden, die Stelle eines Reichs-verwesers. Dieser bestellte für Asien den Antigonus unter dem Titeleines königlichen Feldherrn zu seinem Stellvertreter und übertrug ihmdie Fortsetzung des Krieges gegen Eumenes. Sodann wurden dieProvinzen neu besetzt und dabei kam an die Spitze Babyloniens in Seleu-kus, einem der jüngeren Feldherren des macedonischen Heeres, der bisherdas Amt des Chiliarchen bekleidet hatte, ein Mann, der später eine be-deutende Rolle in den Kämpfen der Diadochen spielte. Die Stellungdes Antipater als Neichsverwesers brachte es mit sich, daß die Königeunter seine Obhut kamen und er nahm Alexander und Norane, wieArrhidäus und Eurydice, mit nach Makedonien. Hier blieb er der Teil-nahme der Begebenheiten im übrigen Reiche fern, da die noch immernicht bezwungenen Aetoler seine Thätigkeit in Anspruch nahmen. Erlebte nur noch bis zum Jahre 310. Vor seinem Tode traf er eineAnordnung, welche für Makedonien und Griechenland die Quelle großerVerwirrung wurde. Er hinterließ das von ihm bekleidete Amt, manweiß nicht warum, nicht seinem Sohne Kaffander, sondern, indem erdemselben das Amt der Chiliarchie übertrug und ihm dadurch die Auf-gabe stellte, den Antigonus zu beschränken, übertrug er seine Stellungin Makedonien dem Polysperchon, dem Fürsten eines kleinen epirotischenStammes, der im Heere Alexanders gedient hatte. Da aber Kassander