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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
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Die Auflösung des makedonisch-persischen Reiches.

bestand ein enges Verhältniß des Perdikkas zu Enmenes, der, obgleichvon Philipp und Alexander nur als Staatsmann gebraucht, auch imKriege große Geschicklichkeit entwickelte. Das Verhältniß knüpfte sichum so fester, als Perdikkas, nachdem Leonnatus in Thessalien gefallenwar, auf die Gelegenheit wartete, den Antigonus zu züchtigen. Es warzu erwarten, daß dieser an Antipater und Ptolemäus, die der Unter-ordnung unter Perdikkas nicht minder abgeneigt waren, Bundesgenossenfinden würde. Den Antipater suchte Perdikkas ihm dadurch zu entziehen,daß er sich mit dessen Tochter Nicäa vermählte. Zwar hatte ihmOlym-pias ihre Tochter Klcopatra, die Wittwe des inzwischen auf Kriegszügenin Italien gefallenen molosfischen Alexander, die, um Einfluß zu gewinnen,sich schon mit Leonnatus hatte vermählen wollen, zur Frau angetragen, aber,wenn auch für Perdikkas der Gedanke Reiz hatte, durch solche Verbindungdie Erbansprüche der Olympias für sich auszubeuten, so wollte er sichdoch vorläufig lieber den Antipat'er verbinden, -um Antigonus und Pto-lemäns vereinzelt niedcrzuwerfen und dann nach Verstoßung der Nicäaund Vermählung mit Klcopatra gegen Antipater aufzutreten. Nun er-hob sich in Makedonien eine andere Frau aus der königlichen Familie,um Einfluß und Macht zu gewinnen. Cynnane, Tochter Philipps voneiner Jllyrierin, in Uebung der Waffen ausgewachsen, hatte aus einerkurzen Ehe, in der sie mit Amyntas, dem Neffen Philipps, gelebt hatte,eine Tochter Enrydice und diese wollte sie, um selbst auf der Bühneder Begebenheiten zu erscheinen, mit dem Schattenkönige Arrhidäus ver-mählen. Sie brach im Jahre 322 mit einem kleinen Heere, dessen ZugAntipater vergeblich zu hindern suchte, aus Makedonien ans und gingüber den Hellespont nach Kleinasien, wo auch Perdikkas die Bedeu-tung, die Arrhidäus durch jene Vermählung bekommen würde, fürch-tete. Ihre Ankunft erschütterte das Ansehen des Perdikkas. Daer sie durch seinen Bruder Alcetas hatte ermorden lassen, wurdendie makedonischen Truppen des Perdikkas, die schon vorher denKampf gegen sic geweigert hatten, so aufgebracht, daß nur Eurydicc'sVermählung mit Arrhidäus sie beschwichtigte, während Perdikkas sichdurch den Gedanken beruhigte, Enrydice nebst Arrhidäus in seiner Ge-walt zu haben. Nun sollte der Plan gegen Antigonus ausgeführt wer-den. Dieser aber floh, anstatt aus Perdikkas' Vorladung zu seiner Ver-antwortung zu erscheinen, über Ephesus nach Makedonien zu Antipater,während Perdikkas mit der Klcopatra, die in fürstlichem Glanze zuSardes lebte, Heirathsverhandlungen anknüpfte. Da nun Antipater,Kratcrus, Lysimachus und Ptolemäus sich für Antigonus erklärten, faßtePerdikkas den Entschluß, sich auf Ptolemäus zu werfen, um nicht, wenner in Kleinasien gegen die Uebrigen kämpfe, durch den trefflich gerüstetenPtolemäus von dem innern Asien abgeschnitten zu werden. Den Kampf