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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
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276 Die Griechen, Macedonicr und Perser von der Schlacht bei Mantinea

seits den Provinzen gegen Willkühr und Gewalthätigkeit der Satrapeneinen kräftigeren Schutz als die persischen Könige gewährte. Die Ma-kedonier sahen aber voraus, daß unter solchen Umständen auch sie zuder Stellung asiatischer Unterthanen herabgedrückt und ihre Nachkommenzu Asiaten erzogen werden würden. Der Plan Alexanders, ein beson-deres Heer aus Asiaten zu bilden, mußte jene Befürchtungen noch er-höhen. Alles dieses brachte eine Stimmung hervor, aus welcher untereinem Theile seiner Umgebung eine Verschwörung gegen sein Lebenentstand. Der Anschlag wurde entdeckt und unter denjenigen, welcheals Theilnehmer desselben verhaftet wurden, befand sich auch Parmenio'sSohn Philotas, der von dem Anschläge gewußt und dessen ungeachtet ^nicht Anzeige davon gemacht hatte. Die Sache wurde dem makedoni-schen Heere vorgelegt und dieses erklärte den Philotas für schuldig,worauf er von den Lanzen der Anwesenden durchbohrt wurde. Dieses i

Ereigniß zog die Ermordung des alten Parmenio nach sich. Er standals Befehlshaber der in Medien befindlichen Truppen in Ekbatana unddie Furcht, daß er auf die Nachricht von seines Sohnes Untergang eine tEmpörung versuchen möchte, verbunden mit dem Verdachte der Mit-wissenschaft, veranlaßte den König, ihn durch Vertraute aus dem Wege Lräumen zu lassen. Von Drangiana aus wurden das südlich gelegene iGedrofien und das östlich gelegene Arachofien in Besitz genommen undmit Eintritt des Winters 330 stand Alexander am südlichen Fuße des tParopamisus, der den östlichsten und höchsten Theil der am Nordrande 'von Iran sich hinziehenden Gebirgslandschaften bildet. Unter unge- -heuren Anstrengungen ging der Zug in vierzehntägigem Marsche in die jProvinz Baktrien, wo Bessus herrschte, hinüber und, da BessuS sichüber den Orus nach Sogdiana geflüchtet hatte, von da aus im Früh- !

linge des folgenden Jahres auch in diese nordöstlichste Provinz des per-fischen Reiches. Wie Bessus seinen König verrathen hatte, verriethen !!

ihn wieder Andere aus seiner Umgebung. Er wurde an Alexander aus- !geliefert und von diesem, um später hingerichtet zu werden, nach derStadt Baktra gesandt. Doch kostete die Unterwerfung der Provinz noch i

viele Mühe, da Spitamencs, einer der Verräther des Bessus, während ,

Alexander bis an den Jarartes, die Grenze des Scpthenlandes, vordrang,in dessen Rücken durch Aufstand Gefahr bereitete. Die Unterwerfungder Provinz zog sich bis in das Jahr 328 hin. Schon im Jahre329 war Marakanda erobert und Spitamenes verjagt und Alexan-der brachte den Winter zu Zariaspa in Baktrien zu, wo Bessus nachdem Urtheile eines von Alexander aus Medern und Persern gebil- Sdeten Gerichtes gekreuzigt wurde. Doch im Jahre 328 mußte dieUnterwerfung, da das Land wieder im Aufstande war, wiederholtwerden. Auf einem der Feldzüge dieses Jahres wurde bei Eroberung j.