bis zum Tode Alexanders des Großen.
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eines festen Platzes unter anderen die Tochter eines Häuptlings, Rorane,gefangen, welche Alexander nach der Rückkehr in die Provinz BaktrienLn Baktra zu seiner Gemahlin erhob. Ehe er aber Sogdiana verließ,ereignete sich ein zweiter Vorfall, der die zwischen Alexander und einemTheil seiner Kriegsgefährten entstandene Spannung bekundet und zu-gleich Zeugniß gibt, wie der König, obgleich von dem Geiste griechischerBildung angehaucht, doch entweder Barbar genug geblieben oder inAsien geworden ist, um äußerster Leidenschaft anheimzufallen. Beieinem Gelage zu Marakanda brach zwischen ihin und dem FeldherrnKlitus, der in der Schlacht am Granikus einen tödtlichen Hieb von ihmabgewehrt hatte, ein Streit aus, der ihn so erhitzte, daß er mit einerLanze, die er einem der Leibwächter entriß, den Feldherrn durchbohrte.Je mehr Alexander Perser geworden war, desto gereizter war er gegendiejenigen, mit deren Wünschen er dadurch in Widerspruch trat unddesto erbitterter wurden diese durch den Anblick eines Erfolges, der sieum die Früchte der Unternehmung zu betrügen schien. Alexander gingin der Folge noch weiter, indem er göttliche Verehrung für sich in An-spruch nahm. Was für die persischen Könige gegolten, sollte auf ihnübertragen werden und die Macedonier und Griechen konnte er vonden hierauf bezüglichen Anordnungen nicht ausnehmen. Viele Mace-donier und Griechen gingen auf seinen Willen ein und bewiesen ihmdie in orientalischer Sitte gegründete Verehrung der Proskynesis, dieer unter dem Vorgeben, ein Sohn des Zeus zu sein, verlangte. DerGlaube an die Götter hatte unter den Griechen alle Kraft verlorenund schon mochte die Ansicht sich gebildet haben, daß auch die altenGötter nur Menschen gewesen, welche durch eine dankbare Erinnerungzu übermenschlichen Wesen erhoben und mit einer dieser Annahme ent-sprechenden Verehrung bedacht worden seien. So konnten sich viele vonihnen im Hinblick auf den Willen des Herrschers leicht zur Annahmevon Behauptungen und Gebräuchen entschließen, die ihnen nur eineForm der Anerkennung für die Größe der von dem Könige ausgeführ-ten Thaten waren. In Alexanders Umgebung erhielten nun natürlichdiejenigen, welche sich seinen Forderungen fügten, den größten Einfluß.Unter ihnen traten am meisten Kraterus und Hephäftion hervor, vondenen der erstere durch bereitwillige Unterordnung unter die königlicheGewalt, der letztere durch persönliche Hingebung an die Person desKönigs sich empfahl. Aber die Stimme des Unmuths verstummte nichtund während des Aufenthaltes in Baktra, wo er nach der zweiten Un-terwerfung Sogdiana's sich eine Zeit lang aufhielt, mußte Alexanderentschiedene Verweigerung der Kniebeugung von dem ihn begleitendenPhilosophen Kallisthenes aus Olynth, den Aristoteles ihm zugesellt hatte,erfahren und, da dieser auch durch seine Reden die Unzufriedenheit