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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
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274
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274 Die Griechen, Macedonier und Perser von der Schlacht bei Mantinea

gerüstet und stand mit einem großen Heere in Assyrien in der Nähedes Flusses Zab. Seine Streitkräfte waren ungeachtet ihrer Ausdeh-nung nicht furchtbar und Alexander hatte sein durch Zurücklassung vonBesatzungen und durch Verluste vermindertes Heer, wie auch in derFolge zu geschehen pflegte, theils durch Zuzüge aus Europa, theils durchAufnahme von Truppen aus den eroberten Ländern, soweit ergänzt, daßer dem großen asiatischen Heere,bei der Feigheit und Unordnung, wor-auf in demselben zu rechnen war, Meister werden konnte. Der Uebcr-gang über Euphrat und Tigris wurde dem Heere Alexanders nicht strei-tig gemacht und ein dritter großer Sieg, der Sieg bei Arbela oder,nach einer dem Schlachtfelde näheren Stadt bezeichnet, bei Gaugamela,im vierten Jahre des Feldzuges erfochten, stürzte das persische Reich zuBoden, indem er auch die östlichen Provinzen in die Hände des Siegerslieferte. Der Reihe nach wurden die Provinzen Babylonien, Susiana,Persis und Medien in Besitz genommen. Nirgends machte man einenVersuch die zerstreuten Reste des großen Heeres zu fernerem Wider-stande zu sammeln und die persischen Satrapen waren mit dem Ge-danken, daß Asten seinen Herrn gewechselt, bereits so vertraut, daß siedem Alexander als nunmehrigem Herrn begegneten. Darius selbst, dersich in der letzten Schlacht persönlich tapfer gezeigt, zog sich nicht nachden südöstlichen Stammländern des Reiches zurück, sondern nahm seinenWeg nach Ekbatana, um, während der Sieger in Babylon, Susa undPersepolis die Früchte seines Sieges ärnten würde, aus den nordöst-lichen Gegenden neue Kräfte an sich zu ziehen. Alexander, den die vorder Schlacht von Jssus durch Darius nach Damaskus gesendeten undnach der Schlacht durch Parmenio daselbst erbeuteten Schätze bereicherthatten, kam nun auch in den Besitz aller Schätze, die in Susa und Per-sepolis aufgehäuft lagen. Seinen Triumph feierte der Sieger auf eineallzu rohe Weise durch die Verbrennung der Stadt Persepolis. Siesollte als das eigentliche Nationalheillgthum der Perser das Opfer fürdie Schmach werden, welche vor anderthalb Jahrhunderten die Perserden Griechen durch Verbrennung ihrer Tempel zugefügt hatten. Wiesehr er die letzten Ereignisse als die Entscheidung des langen Kampfeszwischen Griechenland und dem Orient betrachtete und wie sehr er sichals den Rächer der Griechen auffaßte, zeigte er auch dadurch, daß erden Athenern die von Zberres nach Susa geschickten Standbilder derTyranncnmörder Harmodius und Aristogiton zurücksandte. Doch wiemit dem Brande von Persepolis die Reihe persisch-griechischer Kämpfeschließt, zeigt sich auch in den Anordnungen, die Alexander in diesenLändern trifft, der Anfang einer Begründung ganz neuer Verhältnisse.Mit dem Neberschreiten des Euphrat hatte die Möglichkeit aufgehört,dem neu gebildeten Reiche das Gepräge eines griechischen zu geben.