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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
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bis zum Tode Alexanders des Großen.

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ein, sich chm zu widersetzen und erst nach einer Belagerung von siebenMonaten kam die Jnselstadt in seine Hände und büßte die tapfere Ge-genwehr mit furchtbarem Blutbade. Hierauf erschien Alexander inPalästina. Die Juden verdankten den Persern ihre Wiederherstellungund hatten aus Dankbarkeit gegen dieselben die von Alexander währendder Belagerung von Tyrus verlangten Zufuhren verweigert. Dennochfand das Volk, dessen Hohepriester Jaddua dem Könige in feierlichemZuge bittend entgegen gegangen sein soll, bei demselben eine huldreicheBehandlung, die dessen Gewohnheit entsprach, die neu unterworfenenVölker zu schonen und in ihren religiösen Gefühlen nicht zu verletzen.Das Einrücken in Aegypten suchte vergeblich der persische Befehlshabervon Gaza zu hindern. Die Stadt erlag den Anstrengungen der Mace-donier, und Aegypten, wo die persische Herrschaft immer gehässig ge-wesen war, fiel bereitwillig dem neuen Herrn zu, welcher den von denPersern verspotteten Göttern des Landes seine Verehrung bewies. DasBestreben, die Neigung der neuen Unterthanen zu gewinnen und ihnengegenüber mit dem Ansehen einer höheren Sendung aufzutreten, veran-laßte einen Besuch bei dem Orakel des Amun, oder wie die Griechenihn nannten, des Zeus Ammon, wo ihm auf seine Fragen Antwortenertheilt wurden, die ihn in seinen Hoffnungen bestärkten, ohne daß ersie seiner Umgebung vcrrieth. Der Befestigung seiner Herrschaft imLande diente die Gründung einer Stadt, die er nach seinem NamenAlexandria nannte, auf der Landzunge, die sich zwischen dem Mittelmeereund dem mareotischen Sec gegen den kanopischen Nilarm hinzieht. Dieseneue Stadt wurde eine der bedeutendsten Handelsstädte am östlichenBecken des Mittelmeeres und verknüpfte das Land mit den Ländern desWestens in einer Weise, daß der seit den letzten einheimischen Königenbegonnene Einfluß der Griechen sich steigerte und der lange bemerklicheZug, durch welchen der Schwerpunkt des ägyptischen Lebens sich demMittelmeere genähert hatte, sein Ziel erreichte. Nun war die Erobe-rung der persischen Küstenländer beendet und zugleich der Widerstandgebrochen, den auch nach Memnonö Tode persische Führer auf dem ägäi-schen Meere versuchten und der von Bedeutung werden konnte, wennder Versuch Griechenland aufzuwiegeln gelang.

9. Von Memphis aus brach Alexander im Jahre 331 zur Fort-setzung des Krieges nach Asien auf. Beschränkung auf die schon erobertenTheile des persischen Reiches hätte dem neuen Reiche vielleicht eineFestigkeit gegeben, die es bei Fortsetzung der Eroberungen nicht gewinnenkonnte. Aber Alexander scheint der ferneren Eroberung als einessein Leben füllenden Inhaltes bedurft zu haben. Nach Wiederholungder früheren Anerbietungen hatte sich Darms, da dieselben dem Rathedes Parmenio entgegen wieder abgewiesen worden waren, nochmals

Kiesel, Weltgeschichte. I. -ev