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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
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272
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272 Die Griechen, Maccdonier und Perser von der Schlacht bei Mantinea

über Asien herrschen. Alexander, der sich vergeblich daran versuchte,zerhieb ihn mit dem Schwerte, in der Hoffnung, daß auch an dieseArt der Lösung sich die Erfüllung der Weissagung knüpfen werde.Diese That zeigt, wie er den Völkern Asiens als ein ihnen bestimmterHerrscher erscheinen wollte und ist ein Sinnbild der raschen Entscheidung,von der er die Erreichung seiner Zwecke am sichersten hoffte. SeinZug ging über den Halys weiter durch Kappadocien und, wieder süd-wärts gewandt, durch die unvertheidigten Pässe des Taurusgebirgesvon dem kappadocischen Tyana nach dem cilicischcn Tarsus in dasGrenzgebiet der semitischen Völker. Nachdem er von einer Krankheit,die ein Bad in dem durch Tarsus fließenden Cydnus ihm zugezogen,durch den akarnanischen Arzt Philippus geheilt worden war, verfolgteer seinen Weg ostwärts bis zu der Küstenstadt Malluö, wo er die Nach-richt erhielt, daß ein großes Heer der Perser, von König Darius ge-führt, bei der syrischen Stadt Onosä stehe. Er folgte der Küste desMeerbusens von Jfsus und als die Perser ihn lange vergeblich anihrem für Entwicklung großer Streitmasscn günstigen Standorte erwar-tet hatten, gingen sie, während Alexander südwärts durch die südwest-lichen syrischen Pässe, die zwischen dem Ende des Amanus und derKüste liegen, nach Myriandrus vorgerückt war, in der Meinung, daßder Feind ihnen ausweiche, durch die nordöstlichen Pässe des Amanusin die enge für sie ungünstige Strandebene von Jfsus. Da Alexandersie jetzt im Rücken hatte, kehrte er um und es erfolgte im Jahre 333eine neue große Schlacht, in welcher er sich durch entscheidenden Siegden Weg zu den übrigen Küstenprovinzen des persischen Reiches bahnte.Auch jetzt blieb Alexander seinem Plane treu, die Küstenprovinzen zuerstzu unterwerfen. Vergebens bot Darius, dessen Mutter, Gattin undKinder bei Jfsus in die Hände des Siegers gefallen waren, Abtretungaller diesseits des Euphrat gelegenen Länder an, um die übrigen Theiledes Reiches zu retten. Alexander, der dessen gefangene Familie schonendbehandelte, wollte von ihm als der Herr Asiens angesehen sein und be-rief sich, wenn er ihn als solchen nicht anerkennen wolle, auf neue Ent-scheidung der Waffen. Ehe Darius diese versuchen konnte, waren Sy-rien und Aegypten erobert. Die phönicischen Städte ergaben sich mitAusnahme von Tyrus ohne Widerstand. Die persische Herrschaft, diesich unter dem dritten Artarerres mit großem Blutvergießen neu be-festigt hatte, lag ihnen nicht am Herzen und durch zeitige Fügsamkeitdurften sie im Besitze ihres Handels zu bleiben hoffen. Tyrus aber,obgleich es den Sieger durch Abgeordnete begrüßte, verbat sich seinenBesuch in der Stadt und weigerte die Aufnahme einer Besatzung. Ver-geblich bat Alexander, in dem Tempel des lyrischen Herakles opfern zudürfen. Die geschützte Lage der Stadt flößte den Bewohnern den Muth