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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
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bis zum Tode Alexanders, des Großen.

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die Propontis fließenden Granikus erwarteten, gaben sie ihm Gelegen-heit, seinen ersten Sieg zu erkämpfen. Da nun für Alexander die Ge-winnung der ganzen Westküste Kleinastens, wenn er nicht durch die per-sische Flotte von der Heimath abgeschnitten sein wollte, das dringendsteBedürfniß war, ließ er nur den Parmenio mit einer Abtheilung desHeeres in das Innere gegen Phrygien ausbrechen und verfolgte selbstmit der Hauptmacht den Weg nach Süden. In den griechischen Städten,wo sich die persische Hoheit seit geraumer Zeit auf die Herrschaft oli-garchischer Parteien gestützt, gab seine Annäherung das Zeichen zu bluti-gem Sturze derselben durch die aufstehende Demokratie. Den erstenWiderstand leistete Milet, dessen persischer Befehlshaber sich durch diein der Nähe befindliche persische Flotte unterstützt glaubte. Doch diemakedonische Flotte sperrte, indem sie der persischen zuvorkam, den Ha-fen und Alexander erstürmte die Stadt. Alexanders Zuversicht wuchs nundergestalt, daß er seine Flotte auflöste. Sein Weg führte in das karischeFürstenthum. Hier war auf Mausolus dessen Schwester und GemahlinArtemisia und auf diese ein Bruder von beiden, Hidrieus, gefolgt. Nachdessen Tode hatte seiner Wittwe Ada ein dritter Bruder Pixodarus dieHerrschaft entrissen und dessen Herrschaft hatte nach seinem Tode derPerserkönig auf dessen Schwiegersohn Orontobates übertragen. Dieverstoßene Ada, die sich noch in der Bergfeste Alinda behauptet hatte,unterwarf sich dem Alexander. Während ein Theil der Karier ihrfolgte, hatte sich Memnon in die Stadt Halikarnassus geworfen und leistetemit Orontobates hartnäckige Gegenwehr. Als die Stadt dennoch ge-fallen war, entwarf Memnon, dem Darius jetzt den unumschränktenBefehl über Land- und Seemacht in Vorderasien gegeben, den Plan,die Inseln des ägäischen Meeres zu gewinnen, die Griechen aufzuwie-geln und Makedonien anzugreifen. Nach glücklichen Anfängen raffteihn, als er Mptilene belagerte, eine Krankheit weg. Alexander, derhierdurch von seinem gefährlichsten Gegner befreit worden, befand sichindessen schon in Phrpgien. In der Erwartung, die ihm noch immergefährliche persische Flotte durch Besetzung der Küstenstädte, von welchendie Schiffe gestellt waren, am sichersten aufzulösen, war er durch Lpcienund Pamphplien gezogen und hatte sich durch das Gebiet der Pisiderden Weg nach Phrpgien gebahnt. Hier sammelte er die Heerestheileund begründete die Herrschaft über das Innere der Halbinsel, währender den Norden derselben sich vorläufig überließ. In Gordium, derHauptstadt des alten phrpgischcn Reiches, dessen Bestehen in die Zeitvor den mermnadischen Königen der Lpder fällt, schien ihm ein Zeichenzu werden, das ihm Herrschaft über Asien versprach. An einem Wagen,der von König Midas herrühren sollte, war ein künstlich geschlungenerKnoten, von dem ein alter Orakelspruch besagte, wer ihn löse, werde