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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
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266
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266 Die Griechen, Macedonier und Perser von der Schlacht bei Mantinea

sich greifen ließen, ein unmittelbarer Angriff bevorstehe, zu dessen Ab-wehr sie bei der Ohnmacht der Spartaner und der Feindseligkeit derThebaner nirgends Hülfe finden würden. Alle Kraft, welche wahreVaterlandsliebe gibt und eine Kunst, welche ihn zum ersten aller grie-chischen Redner stempelt, wendete Demosthenes auf in dem denkwürdigenKampfe gegen ein Geschick, das den Griechen unabwendbar nahte unddas er verkündigte, ohne Glauben zu finden. Wenn es ein Jrrthumwar, dem er die Kraft seines Lebens widmete, so war es nur der, daßer die göttliche Fügung nicht ahnte, nach welcher die Griechen, die alsfreies Volk ihre geschichtliche Bestimmung erfüllt hatten und ihre Frei-heit nicht mehr zu gebrauchen fähig waren, den Rest ihrer Laufbahnunter fremder Herrschaft durch stille Pflege und Verbreitung geistigerBildung zu vollenden hatten. Den einen Erfolg hat aber Demosthe-nes' unermüdliche Thätigkeit doch gehabt, daß er sein Volk mittelstseiner Anstrengungen in eine Verfassung versetzte, durch welche esfähig wurde, dem Feinde, als er den entscheidenden Schlag führte, miteinem seiner ruhmreichen Zeiten würdigen Versuche der Abwehr zubegegnen.

5. Ehe hierzu die Zeit kam, mußte der olpnthische Staat vernichtetund mußten die Phocier bezwungen werden. Der Angriff auf Städte,die den Olynthiern gehörten, bahnte den Weg zu ihrer Vernichtung.Zwar gelang es Demosthenes, die Athener zur Unterstützung des ihnenehemals feindlichen Staates, der jetzt ihre Hülfe nachgesucht hatte undein Bollwerk für sie gegen Philipp bildete, zu bewegen. Der Kriegwurde von Chares und dem ihm ähnlichen Charidemus geführt undVerrath in der Stadt beschleunigte den Fall. Philipp schleifte dieMauern und verkaufte die Bürger in die Sklaverei im Jahre 348.Die Phocier, die ein zweites Hinderniß für Philipp bildeten, hatten nachOnomarchus Tode den Krieg gegen Theben und Thessalien fortgesetzt.Nachdem Philipp noch einen Feldzug nach Thracien gegen das dort imSüdoften gelegene und unabhängig von den Odrysern bestehende Reichdes Kersobleptes gemacht und dasselbe sich unterworfen hatte, vertrieber das Heer der Phocier aus Thessalien und aus ihrem eignen Landeim Jahre 346, gab das letztere der Zügellosigkeit seiner Soldaten preis,schleifte die Städte, zwang die Bevölkerung in Dörfern zu wohnen undtrat an die Stelle des fast vernichteten Volkes in den Amphiktyonenbund.Friedensunterhandlnngen der Athener, durch welche sowohl dieses Schick-sal der Phocier als der Sturz des Kersobleptes hatte verhütet werdensollen, waren durch Philipps List und durch die Willfährigkeit einesTheils der athenischen Gesandten so in die Länge gezogen worden, daßder Zweck vereitelt wurde. Schon nach Beendigung des olynthischenKrieges hatte Philipp seine Bereitwilligkeit zum Frieden den Athenern