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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
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bis zum Tode Alexanders des Großen.

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neuen Abbruch durch Eroberung von Methone gethan hatte, wieder inThessalien und schlug am malischen Meerbusen den Onomarchus, derdabei selbst das Leben verlor. Hierdurch erhielt er Gelegenheit sich inThessalien zu befestigen und die Verwandlung dieses Landes in einemacedonische Provinz vorzubereiten. Er behielt, obgleich seine Feldzügezu Gunsten der Thessaler gegen die Tyrannen erfolgt waren, erobertePlätze in Besitz, um sich das Land für die Folge offen zu halten. Hier-mit nicht zufrieden, machte er den Versuch zu einem Eindringen in daseigentliche Griechenland. Doch als er in der Nähe der Thermopylenerschien, fand er eine athenische Flotte bereit, sein Vorrücken zuhindern.

4. In Athen war allmälig die Besorgniß vor Philipps Plänen er-wacht. Neben schlechten Demagogen, die dem Volke die Gefahr, durchwelche es zur Gegenwehr hätte erweckt werden sollen, verbargen, warin Demosthenes ein Redner erstanden, der mit Scharfblick die Bewe-gungen des gefährlichen Feindes verfolgte und unablässig zu Wachsam-keit und Thätigkeit mahnte. Ihm stand die Vergnügungslust und Träg-heit des Volkes entgegen. Es wollte sich nicht durch Kriegsrüstungendie Spenden, zu welchen die Überschüsse der Staatskasse verwendetwurden, entzogen sehen und wollte die Mühen des Kriegsdienstes,deren es sich längst entwöhnt hatte, nicht mehr übernehmen. Daherkostete es Mühe, es zu einem kriegerischen Auftreten zu vermögen, undwenn es sich zu einer Unternehmung entschloß, beschränkte es sich aufAussendung von Miethtruppen, stattete aber den Führer nicht mit denMitteln aus, welche erforderlich waren, das Heer auf die nöthige Zahlzu bringen und ihm den Sold zu zahlen. Dadurch wurden die Zwecke,für welche die Rüstungen geschahen, oft nicht erreicht und die Truppenverwandelten sich, um sich zu entschädigen, in Naubschaaren, die oft denzu beschützenden Verbündeten weit gefährlicher als dem Feinde wurden.Dazu kam, daß es in Athen eine eigentlich macedonische Partei gab,wie es in der letzten Zeit des peloponnesischen Krieges eine spartanischegegeben hatte. Einerseits hatte Philipp viele Athener durch Vortheilean sich zu ketten gewußt und anderseits gab cs Männer, welche geradevon einer makedonischen Hegemonie eine Verjüngung Griechenlands ineinem neuen Kampfe gegen die Perser erwarteten. Beide Parteienförderten im Volke die Meinung, daß Philipp weder durch seine Plänenoch durch seine Macht für Athen gefährlich sei. Vergebens erinnerteDemosthenes an die Einbußen, die man schon erlitten, an die Beweisevon Philipps Furchtbarkeit, die man schon erhalten, vergebens zeigte er,daß bei gehöriger Benutzung der Umstände, so lange er sich nicht ander-wärts allenthalben gesichert, eine Aussicht auf erfolgreiche Bekämpfungdes Feindes vorhanden sei, daß aber, wenn sie ihn überall ungestört um