bis zum Tode Alexanders des Großen.
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unabhängig erhalten, in Besitz genommen. Als er im I. 360 in einemKriege gegen die Illyrier gefallen war, machten seinem Sohne Amyntas,der noch ein Kind war, zwei Seitenverwandte, Pausanias und Ar-galis, die Herrschaft streitig. Den ersteren unterstützten die Thracier,den letztern die Athener, beide in der Absicht, Einstuß auf Makedonienzu erlangen, die Athener ohne Zweifel auch in der Hoffnung, Amphipo-lis wieder zu gewinnen. Beide Thronbewerber mußten aber dem drittenSohne des Amyntas II. weichen, dem Philipp, der aus Theben ent-stehen war, um den Thron von Makedonien einzunehmcn. Dieser re-gierte erst für Amyntas, später, ohne daß man von dessen Verbleibenetwas weiß, in eigenem Namen. Nach Ueberwindung der Hülfstruppen,mit welchen Athen den Argäuö unterstützt hatte, gebrauchte er die Vor-sicht, sich mit den Athenern in freundliches Verhältniß zu setzen. Mitkluger Berechnung wollte er nur allmälig, wie die Gelegenheit sichgünstig gestalten würde, sich auf Kosten der Nachbarn vergrößern. In-dem er daher den Athenern ihre gefangenen Mitbürger freundlich zu-rückgab, trat er ihnen Amphipolis ab. Dieses jedoch schloß sich, umder athenischen Herrschaft zu entgehen, an Olynth an, das seit der De-müthigung der Spartaner seine Selbstständigkeit und einen Theil seinerfrüheren Macht wieder gewonnen hatte. Da erbot sich Philipp, Am-phipolis für die Athener zu erobern, wenn diese ihm Pydna abtretenwollten. Die Athener nahmen das an, mußten aber im Jahre 358,als sie durch den Krieg mit ihren Bundesgenossen völlig beschäftigtwaren, zuschen, wie er Amphipolis, mittelst einer in der Stadt für ihnthätigen Partei, für sich gewann. Nun begann er ein trügerisches Spielgegen die zweite griechische Macht dieser Gegend, gegen Olynthus, in-dem er Städte der Gegend, worunter das wegen der Halbinsel Pallenewichtige, im Jahre 356 eroberte Potidäa, ihnen überließ und sie so nichtbloß in Bezug auf seine eigenen Vergrößerungspläne einschläferte, sondernsie auch mit den Athenern, welchen die an Olynth geschenkten Städtegehört hatten, verfeindete und dadurch diejenigen getrennt hielt, die einegemeinschaftliche Ursache hatten, ihm entgegen zu wirken. So ward ihmfreier Spielraum, sein Reich durch Siege über die Thracier, die Mo-nier und die Illyrier zu erweitern und zu befestigen. Namentlich gabihm die Unterwerfung derjenigen Päonier, welche, von den im JordenMakedoniens wohnenden -Päoniern getrennt, die Gegenden zwischen demuntern Strymon und dem untern Nestus bewohnten, die ehemals vonden Thasiern bearbeiteten Goldbergwerke in die Hände, aus denen erdie Mittel schöpfte, große Söldnerschaaren aus Griechenland an sich zuziehen und in den Städten Parteiung zu seinen Gunsten zu unterhalten.Hier wurde am Ostrande der vom unteren Strymon durchschnittenenEbene das Städtchen Krenides durch Heranziehung makedonischer und