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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
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262 Die Griechen, Maccdonier und Perser von der Schlacht bei Mantinea

der die Glieder in der Verbindung mit Athen gehalten hätte. Auch hatteEpaminondas ihre Treue bereits erschüttert. Es war also leicht, daßAthen sie entweder durch Verletzung der für ihre Selbstständigkeit gegebenenZusagen oder durch unvorsichtigen Gebrauch der ihm zugcstandenen Vor-standschaft von sich abwendig machte. So regte sich im Jahre 358 derGeist des Abfalles von Byzanz bis Nhodus. Dazu hatten aber nochAntriebe von persischer Seite mitgewirkt. In Karten bestand ein eigenes,fast selbstständiges Fürstenthum, dessen Beherrscher von dem persischenHofe in ähnlicher Weise, wie die ehemaligen Tyrannen der jonischenStädte und wie die Könige der phönicischen Städte, im Genüsseihrer Hoheit belassen worden waren und demselben ungeachtet derErblichkeit ihrer Macht wie Satrapen galten. Der damalige Herr-scher dieses von Persien abhängigen Staates war Mausolus. Erhatte den Sitz seiner Regierung von Mylasa nach Halikarnassusverlegt und reizte die Inseln in dem Verlangen, selbst seine Herr-schaft über dieselben anszudehnen, gegen Athen auf. Aus demKriege, der bis in's Jahr 355 dauerte, rettete Athen nur die InselSamus, die ihm durch neue Kleruchieen gesichert, jetzt, wie im pelopon-nesischen Kriege, als Nest auswärtiger Besitzungen verblieb. Währenddes Krieges enden die drei großen, der Zeit der zweiten athenischenHegemonie angehörigen Feldherrn Chabrias, Timotheus, Jphikrates, dieauch als Redner auf den Gang der Staatögeschäfte Einfluß geübt haben,ihre Laufbahn. Chabrias versank mit seinem Schiffe bei der vergeblichenBelagerung von Chius. Die beiden andern wurden, weil sie dein Chares,dem sie Verstärkungen in den Hellespont zugeführt, während eines Sturmseine Schlacht Widerrathen hatten, von diesem angeklagt. Beiden wurdenGeldstrafen auferlegt und keiner von Beiden erscheint wieder als Führerder Athener. Als Gegenbild zu den drei Fcldherrn steht als Beispielschlechtester Demagogie, wie sie jetzt in Athen freien Spielraum gewinnt,Chares da, ein schamloser Mensch, der sein Feldherrnamt zum frechstenSchwelgen in allen Lüften mißbrauchte und die Willkühr so weit trieb,daß er während des Krieges in Dienste des empörten persischen Satra-pen Artabazus trat und dadurch eine Drohung des persischen Königsgegen Athen veranlaßte, wodurch seine Zurückberufung erfolgte undund die Beendigung des Krieges beschleunigt wurde.

2. Gleichzeitig mit dem Kriege der Athener gegen ihre empörtenBundesgenossen begann die Schmälerung ihrer Besitzungen an der Nord-küste des ägäischen Meeres. Makedonien, das nur an der Mündungdes Arius das Meer erreichte, war bei seinem Bestreben nach Entwick-lung auf die Küste hingewiesen. In diesem Reiche hatte den Ptolemäusder rechtmäßige Thronfolger Perdikkas HI. verdrängt. Er hatte dieStadt Amphipolis, die sich seit der Zeit des Brasidaö von den Athenern

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