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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
Entstehung
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bls zur Schlacht bei Mantinea. 259

äußerer Feinde ihre gesummte Kriegsmacht unter den Oberbefehl einesLagos zu stellen pflegten. Nach Maßgabe der Verhältnisse konnte dieTagoswürde sich so verlängern, daß sie zu einer Herrschaft ausartete.Dies war am möglichsten seit der Zeit, wo das Söldnerwesen eine all-gemeine Ausbreitung gewonnen hatte. Während Theben den Kampfgegen Sparta führte, hatte Jason, ein Tyrann zu Pherä, die Tagos-würde und steigerte sie zu einer fürstlichen Macht durch Kriege, die erzur Unterjochung der kleinen Bergvölker bis zu den Molossern hin führte.Als ferneres Ziel stand Herrschaft in Griechenland vor seinen Angenund er achtete aufmerksam auf alle dortigen Bewegungen, die ihm einenAnlaß zur Einmischung geben könnten. Doch ehe er der Ausführungseiner Pläne näher treten konnte, fiel er durch Mord und es kam anseine Stelle sein Bruder Polyphron, der selbst wieder kurz darauf voneinem Neffen mit Namen Alexander ermordet wurde. Gegen Alexander,der die Macht seiner Verwandten an sich riß, erhoben sich die thessali-schen Geschlechter, besonders die Aleuaden zu Larissa. Sie suchten gegenden durch feste Plätze, Geld und Söldner mächtigen Tyrannen Hülfein Makedonien. Hier war im Jahre 370 Amyntas II. gestorben undder älteste- seiner Söhne, Alexander II., auf ihn gefolgt. Diesererschien in Larissa, vcrrieth aber ein Bestreben, sich selbst in Thessalienfeftzusetzen, so deutlich, daß die Gegner des Alexander von Pherä sichan die Thebaner wandten. Diese ergriffen in ihrem Bemühen um He-gemonie die Gelegenheit einzuschreiten. So eröffnete sich für Pelopidashier ein Kriegsschauplatz, wie es für Epaminondas der Peloponneswar. Bei seinem ersten Erscheinen zwang Pelopidas die in Larissa zu-rückgelassene makedonische Besatzung zum Abzüge und nöthigte denAlexander von Pherä zu einem Vergleiche, in welchem den einzelnenthefsalischen Staaten die Freiheit zugesichcrt wurde. Von hier wurdeer durch König Alexander, der wegen eines von seinem HalbbruderPtolemäus zu Hause versuchten Aufstandes Thessalien verlassen hatte,nach Makedonien gerufen, befestigte dessen bedrohte Herrschaft und brachteals Geisel für das mit ihm geschlossene Bündniß unter andern jungenMacedoniern dessen jüngsten Sohn Philipp H. zurück nach Theben. Alsnicht lange nachher aus Thessalien Beschwerden über Alexander vonPherä nach Theben gelangten, ging im Jahre 368 Pelopidas, der imJahre 369 an dem ersten Zuge nach dem Peloponnes Theil genommenhatte, ohne Heer als Gesandter dahin, um den Streit zu schlichten. Alser vernahm, daß Alexander von Makedonien ermordet worden sei undPtolemäus die Herrschaft an sich gerissen habe, eilte er mit schnell zu-sammengerafften thefsalischen Söldnern dahin, um Alexanders BruderPerdikkas III. die Thronfolge zu sichern. Da aber die thefsalischen Söld-ner sich von Ptolemäus verführen ließen, mußte Pelopidas mit diesem

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