bis zur Schlacht bei Martine«.
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Gegensatz der Aristokratie und Demokratie gehandelt hatte, demokratisch.Nun gelangte Theben im Laufe der folgenden Jahre zu einer unbe-dingteren Herrschaft über Böotien, als es vor dem antalcidischen Friedenbesessen hatte. Denn, während es früher die Vorstandschaft über dieeinzelnen oligarchisch regierten Städte gehabt, wurde es jetzt unter seinerdemokratischen Verfassung der Mittelpunkt eines allgemeinen böotischenBürgerthumö. Dieser Gestaltung widerstrebte Orchemenus vermögeder Macht, die hier die Oligarchen hatten, so wie Thespiä und dasnach dem antalcidischen Frieden wieder aufgebaute Platää, vermögeihrer alten Abneigung gegen Theben. Alle drei aber büßten durch Zer-störung.
7. Auf die Umwälzung in Theben mußte nothwendig ein heißerKampf mit Sparta folgen. In diesem Kampfe ward Theben baldüber den Zweck der Vertheidigung hinausgeführt und versuchte die Zer-trümmerung der spartanischen Hegemonie und die Aufrichtung einereigenen an deren Stelle. Das Erstere gelang, aber das Zweite scheiterte,und so war diese neue Wendung der griechischen Geschichte zugleich einneuer entscheidender Schritt zu einer Auflösung, welche es zur Unter-werfung unter fremde Herrschaft reif machte. Während der thebanischenUnternehmungen gegen Sparta fühlte sich Athen, wie es seinen Ueber-winder sinken sah, zu Hoffnungen auf Wiederkehr alter Größe angeregtund stellte sich daher, damit die Herrschaft Sparta's nicht als Beute desSieges an Theben fiele, in die Mitte der kämpfenden Theile. Anfangsschien sich Athen gar nicht am Kampfe betheiligen zu wollen. Daßeine Schaar unter Demophou ohne Auftrag auf die Nachricht von demin Theben geschehenen Schlage dahin eilte, zog den Urhebern des ZugesStrafe zu. Dennoch wurden die Athener zum Kriege veranlaßt, alsSphodrias, der spartanische Harmost von Thespiä, einen Versuch gegenden Piräus gemacht hatte, wie er dem Phöbidaö mit der Kadmea ge-lungen war. Sparta hatte nun zwei Feinde zu bekämpfen. Währendes eine Reihe von Jahren hindurch immer in Böotien einficl, standenihm zur See die Athener gegenüber. Die Thebaner stärkten sich aninnerer Kraft und an kriegerischer Ausbildung unter dem Einflüsse einesausgezeichneten Mannes, der nach der Rückkehr der Verbannten großenEinfluß gewonnen hatte, des Epaminondas. Er war ein Zögling derPhthagoräischen Philosophie. Diese war um die Zeit des Sokrates inItalien neu aufgelebt und ihre Anhänger waren von den dortigen grie-chischen Tyrannen, vermöge ihres Gegensatzes zu willkührlicher und zü-gelloser Herrschaft, vielfacher Verfolgung ausgesetzt. So war schon inSokrates Zeit Philolaus aus Kroton in Theben gewesen. Später hatteein anderer Pythagoräer, Lysis, aus Tarent vertrieben, sich nach Thebenbegeben und dort einen Aufenthalt in dem Hause von Epaminondas'