bis zur Schlacht bei Mantinea- 251
Auflösung zur Pflicht, durch welche sie zu schwach werden sollten, umihm bei erneuerten Versuchen auf Oberherrschaft Widerstand leisten zukönnen. Außer der Ausnahme, welche die Spartaner in Bezug aufMessenien zu ihren Gunsten stillschweigend machten, gestattete der Ver-trag ausdrücklich eine andere zu Gunsten Athens, indem diesem die imLause des Krieges wieder gewonnenen Inseln Jmbruö, Lemnus undScyrus, wo viele seiner Bürger Privatbesitz hatten, belassen wurden.Die Beruhigung, welche Athen hierdurch erhielt, löste in Verbindungmit der persischen Drohung die gegen Sparta gerichtete Vereinigung.Dieses aber gab im Jahre 386 an Mantinea eine Probe von demSinne, in welchem es den Frieden geschlossen. Die Stadt hatte sichdurch Vereinigung mehrerer Orte erweitert und dies neue Gemeinwesenwurde nach ernstlicher, aber vergeblicher Gegenwehr von den Spartanernwieder aufgelöst, indem die aus der Landschaft in die Stadt gezogenenBewohner wieder hinaus in die offenen Orte wandern mußten.
4. Ferneres Wandeln auf dieser Bahn führte Sparta an dasEnde seiner Herrschaft. Die Gründe lagen in der Unzufriedenheit, diees durch den Gebrauch derselben erregte und die Erhebung ging vonTheben aus, dem Staate, der seit dem Ende des peloponnesischen Kriegesgegen Sparta gereizt war und noch jüngst durch den antalcidischenFrieden seine Herrschaft über Böotien eingebüßt hatte. Die Veran-lassung ergab sich, wie die des peloponnesischen Krieges, durch Händelan der Grenze Griechenlands. Auf der chalcidischen Halbinsel war seitdem Ende des peloponnesischen Krieges, da die spartanische Herrschaftsich hier nicht geltend machte, die Stadt Olynth zu einer Macht gelangt,wodurch sie dem makedonischen Reiche und den benachbarten griechischenStädten gefährlich wurde. Dazu hatte Makedonien, als es noch eineVormauer gegen die athenische Macht wünschen zu müssen glaubte, bei-getragen und auf Betrieb Perdikkas' II. war hier durch Eintritt derBürger mehrerer Städte in die olynthische Bürgerschaft aus der StadtOlynth, wie in Arkadien aus der Stadt Mantinea, der Mittelpunkteines Staates geworden. In Makedonien war auf Perdikkas II. seinSohn Archelaus und auf diesen nach blutigen Wirren im KönigshauseAmyntas II., ein Brudersohn Perdikkas' II., gefolgt. Hatte ArchelausVieles für Verbesserung der Lage des Landes gethan, Wohlstand undBildung gefördert, so war Amyntas' Zeit eine schlimmere durch dieEinfälle, womit die Illyrier Makedonien heimsuchten. Schutzbedürftigtrat der König einen Theil seines Gebietes an Olynth ab und wurde,da er nach Entfernung der Gefahr die Zusage zurücknahm, mit ihm ineinen Krieg verwickelt, der ihn, da in seinem eigenen Lande Olyntheinen Aufruhr anstiftete, selbst aus seiner Hauptstadt Pella vertrieb.Zugleich sahen Akanthus und Apollonia ihre Selbstständigkeit durch Olynth