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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
Entstehung
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250 Dic Griechen von dem Ende des peloponncsischcn Krieges

Korinther argivische Bürger wurden und der Gesammtstaat den NamenArgos erhielt. Es zeigt sich hier an einem besonders auffallenden Bei-spiel das in dieser Zeit in den einzelnen Landschaften erwachende und !durch den Gegensatz zu den Bestrebungen der Spartaner geförderte Be-mühen, in einer Vereinigung unter gemeinsamer Regierung eine größere IKraft des Widerstandes zu entwickeln. Der Krieg selbst bestand aus einerReihe kleiner Unternehmungen. Dabei that sich auf Seiten der Athenerals Feldherr Jphikrates hervor, der an der Spitze eines durch sein Ver-dienst vorzüglich ansgebildeten Söldnerheeres stand. Die Gewohnheitmit Söldnerheeren zu kriegen führte von selbst zu einer durchgreifen-deren und kunftmäßigeren Einübung der Truppen, als sie zu der Zeitmöglich gewesen war, wo der Bürger, nur auf einige Zeit seinen Geschäf-ten entsagend, in's Feld zog. Dies hatte zur Entstehung einer hinsicht-lich ihrer Ausrüstung zwischen den schwer Bewaffneten und den leichtenTruppen in der Mitte stehenden Gattung, der Pcltasten, geführt. Insolchen bestand des Jphikrates Stärke, der ihnen auch eine neue Artder Bewaffnung, kurze Schilde, längere Speere und linnene Panzer ge- sgeben hatte. Eine That derselben, deren sich Athen noch lange uaHher ^rühmte, war die Aufreibung einer Mora der Spartaner, deren ihregesammte einheimische aus Spartanern und Periöken bestehende Kriegs- 'Mannschaft sechs zählte. Den Spartanern war durch ihre Partei unter ,den Korinthern der am korinthischen Meerbusen gelegene HafenplatzLechäum, der durch lange Mauern mit der Stadt verbunden war, indie Hände gespielt worden und bei einer von Sicyon aus beabsichtigtenAblösung der dort liegenden Besatzung ging jene Mora zu Grunde.Während dieses Krieges Pflogen die Spartaner fortwährende Verhand- s s

lungen mit dem Perserkönige, um mit seiner Hülfe den Krieg vortheil- j >

Haft zu enden und ihre schon sehr geschmälerte Macht zu retten. Die sjl

Gegeubcmühungen von Evagoraö und Konon hatten keinen Erfolg, daden König die Furcht vor einem Wiederaufleben athenischer Macht aufdie Seite der Spartaner führte. Der um Athen hoch verdiente Kononwurde im Laufe der Verhandlungen sogar von Tithraustes' Nachfolger,Tiribazus, verhaftet und ist entweder in der Haft gestorben oder zu Evago-ras entkommen. Die Spartaner brachten durch ihren Gesandten Antal- !

cidas im Jahre 387 einen Vertrag mit Persien zu Stande, wonach diesem ^

alle griechischen Küstenstädte nebst Cypern überlassen wurden und esunter Androhung gewaltsamen Einschreitens den Griechen verschrieb,daß alle ihre Städte selbstständig sein sollten. So überließ Sparta denBarbaren die Städte, für deren Selbstständigkeit die Griechen unterAthens Leitung gekämpft hatten und machte, da es seine Hegemoniebereits eingebüßt hatte, den Staaten, welche sich, wie Böotien und Ko- ^rinth-Argvs, durch Einigung kleinerer Bestandtheile gebildet hatten, eine