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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
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bis zur Schlacht bei Mantinea.

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fernere Entwicklung der griechischen Philosophie. Derjenige seinerSchüler, der sie am vollkommensten in sich aufnahm und ihr die frucht-barste Ausbildung gab, war der hochbegabte Plato. Die glänzendenSterne seiner Lehre, die mit philosophischem Tiefsinne und wissenschaft-licher Strenge den Schmuck sinnlich lebendiger Schönheit, die Fülle dich-terischer Sagen und die Traulichkeit des Gespräches verbindet, sind dieIdeen, die ewig seienden Urbilder des Guten, Wahren und Schönen,welche in dem Strome des beständig fluchenden Werdens sich spiegeln.Der Geist des Menschen, welcher anfänglich in die Betrachtung der-selben versunken war, dann aber in die Leiblichkeit hinabgezogen ward,fühlt, so lehrt Plato, einen mächtigen Drang dahin und in der philosophi-schen Entdeckung und lebendigen Verwirklichung jener verschleierten Ideenfindet er das Ziel seiner Bestrebungen. Gleich seinem Lehrer demStaatslcben fern bleibend, errichtete er denkend und lehrend ein Ge-bäude, welches alle Erzeugnisse des griechischen Staatslebens überdauerte,mit dessen Erweiterung und Ausschmückung die Denker des späterenHeidenthumö sich beschäftigten und in welchem alle nach einer besserenZeit Verlangenden Trost suchten.

2. Nachdem die Spartaner mit persischer Hülfe Herren Griechen-

lands geworden waren, kam bald die Zeit, wo Cyrus zum Lohne fürj geleistete Hülfe ihre Unterstützung bei dem Angriffe auf seinen Bruder

^! Artarerres forderte. Gern hätte Alcibiades diesen Umstand benutzt, um

-'s dem Könige in Sparta seinen gefährlichsten Feind zu zeigen und ihn

«i dadurch zur Mitwirkung für die Herstellung Athens zu gewinnen. Aus

! vergeblich durch Nath zu nützen gesucht hatte und wo nach derselben

! sein Aufenthalt unsicher geworden war, machte er sich auf den Weg

' s nach Susa. Doch in Phrygien wurde er von Truppen des Pharnaba-

^ s zus, der vielleicht von den Spartanern aufmerksam gemacht war, umge-

^ - bracht. Um so sicherer konnten sich die Spartaner jetzt auf den Plan! j des Cyrus einlaffen. Aber in der Furcht vor dem möglichen Mißlingen

^ s und dem Verlangen nach den von Cprus gebotenen Schätzen vermieden

^ s sie es, mit ihm offenen Krieg gegen den König zu beginnen, gestatteten

j ihm vielmehr nur die Werbung griechischer Söldner und schickten eineFlotte an die cilicische Küste, deren Truppen dort wie aus eigenem An-! s triebe in seine Dienste traten. An diesem Unternehmen zeigte sich die

große Ausdehnung, die das Söldnerwesen in den Kriegen bereits ge-^ s Wonnen hatte und die Bereitwilligkeit, mit welcher eine Menge von

> ! Griechen sich um Lohn zur Ausführung fremder Unternehmungen ver-

l kauften. An der Spitze der für Cyrus geworbenen Truppen stand der' ! spartanische Harmost von Byzanz, Klearchus, der die ihm anvertraute

s dem Chersones, wo er vor der Entscheidungsschlacht den Feldherrn Athens

j Stadt tyrannisch mißhandelt, durch Ermordung reicher Einwohner Schätze