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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
Entstehung
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236
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236 Die Griechen im pcloponncfischen Kriege.

an die bei Samus liegende Flotte, welche seit dem sicilischcn Unglückdurch Zusammenziehung an verschiedenen Orten zerstreuter Schiffe undneue Rüstungen ansehnlich genug geworden war, um sich mit der pelo-ponncsischen zu messen. In den Verhandlungen, die er mit den Führernder Flotte und durch sic mit Athen anknüpfte, betrieb er aber zugleicheine Umgestaltung der Verfassung. Er schien nach Athen nur mit derAussicht auf eine Herrschaft, wie- sie einst Perikles geführt hatte, zurück-kehren zu wollen. Eine solche aber mochte in dein demokratischen Athenseit der Ausbildung, die die Demagogie in der Zeit des Krieges ge-wonnen hatte, nicht mehr möglich sein. Daher verlangte Alcibiadcseine Beschränkung der Demokratie, wofür er als Preis die Gewinnungder persischen Hülfe in Aussicht stellte. So fest die Demokratie mit demWesen Athens verwachsen war und so entschiedene Gegner das Begehrendes Alcibiadcs in Samus und Athen fand, hatten die Leiden deS Krieges,der ja selbst eine Frucht der Demokratie war, doch auch in einem Theileder Bürger einen solchen Ucberdruß an dem bestehenden Zustandezuwege gebracht, daß sich für den Plan eine Partei bildete, welche ihnim Hinblicke aus die dadurch zu erkaufende Rettung durchsetzte. DieTriebfedern hierbei waren die durch ihre Vcredtsamkeit ausgezeichnetenMänner Antiphon und Theramenes, sowie die von der Flotte nachAthen gekommenen Feldherrn Pisander und Phrynichus. Es wurde einRath von Vierhundert an die Spitze der Geschäfte gestellt und die höchsteGewalt einem Ausschuß von Fünftausend übergeben. Doch hatte dieseVerfassung kurze Dauer. Das Heer zu Samus, das mittelst Beschlussesden Alcibiades den bisherigen Führern Thrasyllus und Thraspbulus zu-gesellt hatte, war von diesem in seinem Begehren, zum Sturze derneuen Verfassung nach Athen geführt zu werden, beschwichtigt worden.In Athen aber erhob sich ein gewaltiger Parteienkampf, bei welchemderselbe Theramenes, der die neue Verfassung gründen geholfen, dasVolk gegen die neuen Oligarchen führte. Der Rath wurde nach vierMonaten abgesctzt, den Fünftausend die Gewalt allein übergeben und csbildete sich eine neue Demokratie von sehr unbestimmter Form, die syko-phantischem Treiben großen Spielraum gestattete. Im Verhältnisse nachAußen hatte die kurze Oligarchie keine Besserung hcrbcigeführt. DieErrichtung derselben hatte in abhängigen Staaten Siege der oligarchi-schen Partei bewirkt, wodurch der Uebergaug zu Sparta entschiedenward. Ein Versuch, die Spartaner durch eine Gesandtschaft zum Frie-den zu vermögen, war mißlungen. Die größte Verlegenheit verursachteder inzwischen unter dem Schutze einer herbeigerufenen feindlichen Flotteerfolgte Abfall von Euböa, dessen Rettung unmöglich war, da die ab-gcschickten athenischen Schiffe bei Eretria eine Niederlage erlitten hatten.Euböa war bisher bei der Unsicherheit, in welcher Attika sich befand,