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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
Entstehung
Seite
237
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Die Griechen im pcleponnesischen Kriege.

die Hauptquelle für die Lebensmittel gewesen und nachdem es verlorengegangen, bestand das Gebiet der Athener fast nur aus Attika und derInsel Samus.

5. Unterdessen stellte sich in Kleinasien das Kriegsglück für die Athe-ner her. Die spartanische Schwerfälligkeit hatte der Flotte zu Samuslange Zeit Ruhe gelassen. Als aber Tissaphernes, gemäß seinem erneutenVersprechen, die phönicische Flotte den Peloponnesiern zuzusühren, nachAspcndus, wo sie vor Anker lag, sich begeben hatte, folgte ihm Alci-biades von Samus aus dahin, um deren Auslaufen zu hintcrtreibcn.Es scheint auf den Satrapen die schon früher von Alcibiades geltendgemachte Ansicht gewirkt zu haben, daß es im Vortheile Persiens liege,keine der beiden griechischen Parteien durch nachdrückliche Unterstützungdie Oberhand gewinnen zu lassen. Die phönicische Flotte blieb aber-mals aus. Indessen war der Krieg nach dem Hellespont versetzt wor-den, weil Pharnabazus, der Satrap zu Dascplium, den Spartanernhier die Hülfe, in deren Leistung sich Tissaphernes saumselig zeigte, zugewähren versprach. Hier erlitten die Spartaner unter Mindarus imI. 411 kurz nacheinander zwei Niederlagen bei dem unweit Abpdus aufder europäischen Seite gelegenen Vorgebirge Kynossema, die eine durchThrasyllus, die andere durch Thrasyllns, Thraspbulus und den inzwischenvon Aspcndus zurückgekehrten Alcibiades. Zwar wurde Alcibiades, als ersich zu dem nach dem Hellespont gekommenen Tissaphernes begab und ihnfür Athen zu gewinnen suchte, von demselben gefangen genommen undnach Sardes geschickt, entkam aber bald über Klazomenä wieder zu denAthenern und schlug im I. 410 die gesammte von Mindarus zusammen-gezogene Flotte der Peloponnesier und darauf ihr in der Nähe befindlichesLandheer bei Cpcikus. Dieser Schlag vernichtete die peloponnesischeFlotte und beraubte die Spartaner ihres Feldherrn. Sie machten setztFriedensvorschläge, die aber, weil sie auf Verbleiben des gegenwärtigenBesitzstandes gingen, zu Athen auf Betreiben des Demagogen Kleophonverworfen wurden. Alcibiades verfolgte den Sieg und brachte mit Aus-nahme deS durch die persische Hülfe geschützten Abpdus alle den Athenernwichtigen Plätze bis in den Pontus hinein wieder in deren Gewalt, sodaß für sie die Schiffahrt nach dem Pontus wieder frei war und neueZufuhr bringen konnte. Darauf kehrte er im I. 407 unter großemJubel des Volkes nach Athen zurück, wo er von dem auf ihm lasten-den Fluche feierlich befreit wurde, seine Güter wieder erhielt und denwegen der Nähe der Spartaner bisher zur See gemachten jährlichenFestzug wieder zu Lande nach Elcusis führte.

6. Das neue Glück Athens war vorübergehend. Alcibiades sollte nun,mit unbeschränkter Feldherrngewalt ausgestattet, die Wiedereroberungdes Verlorenen versuchen. Aber in dem neuen spartanischen Feldherrn