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Die Griechen im pcloponnesischcn Kriege.
Städten, sondern auch durch Zuzüge aus Griechenland, indem ausVielen, Athen feindlichen Staaten, auch ohne daß diese selbst sich an demKriege betheiligten, Einzelne auf eigene Hand sich dem Kampfe gegenAthen anschlossen, aus andern Staaten, namentlich Arkadien, auchMannschaft für Sold in Dienst der Syrakusancr trat. Nach glücklichenGefechten scheiterten die Athener an der Belagerung von Syrakus.Dieses wurde durch den einzigen am Kriege theilnehmendcn Spartaner,Gylippus, den Sohn des Kleandridas, der die Vertheidigung leitete, zuneuem Muthe erhoben und brachte nach Lamachus Tode den Nicias, derinzwischen erkrankt war, in eine bedenkliche Lage. Durch eine bedeu-tende Verstärkung, welche Demosthenes und Eurymedon im I. 413 denAthenern brachten, wurde deren Untergang nur verzögert. Das Heerder Athener erschlaffte im vergeblichen Kampfe gegen mächtige Hinder-nisse, litt an Krankheit und mußte, nachdem die Flotte im Hafen vonSyrakus geschlagen war, sich zu Lande zurückzuziehen versuchen, alsGylippus die Wege schon verlegt hatte. Die Folge war Ergebung anden Feind, der die athenischen Bürger in die Steinbrüche schickte, ihreBundesgenossen als Sklaven verkaufte und einer gegebenen Zusage ent-gegen, ohne auf Herinokrates Abrathen zu hören, die beiden FeldherrnNicias und Demosthenes steinigte.
4. Athen hatte nun einen großen Verlust an Staatsvermögen er-litten und so viele seiner Bürger eingebüßt, daß es in der Folge sichdurch häufigere Einbürgerung von Fremden helfen mußte. Dieses Er-gebnis' war um so fürchterlicher, als noch vor dem Ende des sicilischenKrieges der Kampf in der Heimath wieder begonnen hatte. Alcibiadeshatte die Spartaner zu Erneuerung der Feindseligkeiten angestachelt undmachte durch seine Nathschläge ihre Angriffe wirksamer. Auf seinen Be-trieb waren sie im I. 413 in Attika eingefallen und hatten den FleckenDecelea befestigt, um von da aus den Athenern durch anhaltende Ver-heerung des Landes zu schaden. Der Hauptschauplatz des Krieges aberwurden jetzt die Küsten und Inseln Kleinasiens. Das Unglück derAthener in Sicilien mußte, da ihnen nun die Mittel, sich mit GewaltGehorsam zu verschaffen, »fehlten, den Abfall ihrer dortigen Bundes-genossen nach sich ziehen. Dieses zu befördern, schickten die Spartanernach AlcibiadeS' Anleitung eine Flotte dorthin, und alle Staaten vonByzanz bis Rhodus, die auf dem Festlande, wie die auf den Inseln,gingen im Laufe der nächsten Jahre den Athenern verloren, mit alleinigerAusnahme von Saums, das vermöge seiner auf der Verbindung mitAthen beruhenden demokratischen Verfassung treu blieb. Dadurch wurdeder Krieg gänzlich zum Seekriege, und die Spartaner bildeten ihre Flotte,zu der jetzt außer den peloponnefischen Schiffen syrakusische und taren-tinische gehörten, immer mehr ans. Auf diesem Wege erhielten sie eine