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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
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Die Griechen vom Ausbruche des Kampfes mit den Persern

Spiel des Ostracismus, da Cimons Schwager Thucydides, der Sohndes Melesias, es versuchte, diesen vertrieb. Noch herrschte Zuversichtim Staate. Man sparte die Kräfte so wenig, daß man außer denhäufigen Kleruchieen auch Colonieen stiftete und neue Wege für Aus-breitung des Handels und der Sceherrschaft suchte. Als die Nachkommender im I. 510 durch Zerstörung ihrer Stadt von den Krotoniaten ver-triebenen Spbariten im I. 444 in der alten Heimath sich wieder an-siedeln und sich dazu durch Zuzug stärken wollten, wandelten nebst Grie-chen anderer Gegenden viele Athener dahin aus, bei welchen sich auchHerodot, der Geschichtschreiber, befand. Im I. 437 ward in der Nähevon Eion die Stadt Amphipolis gegründet. In Sinope am Pontuöbenutzte Perikles die Gelegenheit innerer Kämpfe, um mittelst Sturzeseines dortigen Tyrannen und Gründung einer Kleruchie auch hier einenStütz- und Ausgangspunkt für athenische Unternehmungen zu gewinnen.

Aber ehe der dreißigjährige Waffenstillstand zur Hälfte abgelaufen war,kam der längst drohende Kampf mit Sparta zum Ausbruche, der fürganz Griechenland zerrüttende Folgen hatte, Athens Macht aber ver-nichtete.

17. Die Veranlassung gab ein Krieg, in welchen Athen mit Ko-rinth verwickelt wurde. In der an der illyrischen Küste gelegenenStadt Epidamnus war ein Kampf des Demos gegen die herrschendenGeschlechter ausgebrochen, der mit der Vertreibung der letzter» geendethatte. Naturgemäß wandten sich die Vertriebenen, welche die Nach-kommen der Gründer der Stadt waren, um Hülfe an ihre Mutterstadt IstCorcyra und als diese eine Versöhnung bewirken wollte, suchte der De- sjmos Unterstützung in Korinth und fachte so dessen Eifersucht gegen diemächtige Colonie Corcyra an. Es kam zu einem Kriege zwischen Ko- 1

rinth und Corcyra und die korinthische Flotte ward bei Aktium von der !>

korcyräischen im I. 434 geschlagen. Als Korinth von Neuem rüstet, ^

sucht Corcyra Schutz in einem Bündnisse mit Athen, das ungeachtet der s

Gegenbemühungen Korinths zu Stande kömmt. Nachdem die Korinther ,

in einer neuen Seeschlacht zwischen Corcyra und dem Festlande bei der >

Insel Sybota den Sieg davon getragen haben, werden sie an Verfol-gung des Sieges durch Erscheinen einer athenischen Flotte gehindert.Hierfür rächten sich die Korinther dadurch, daß sie im I. 432 ihre vonAthen abhängige Colonie Potidäa zum Abfalle von demselben bewogen.Dieses Beispiel bedrohte um so mehr die athenische Herrschaft auf derHalbinsel Chalcidice, als das makedonische Reich durch seine Lage ver-anlaßt war, Athens Macht durch Unterstützung und Verbreitung desAufstandes zu schmälern. Dieses barbarische, aber von Königen grie-chischen Stammes, angeblich Nachkommen ausgewanderter argivische»Herakliden, beherrschte Reich hatte damals von dem Stammlande