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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
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Die Griechen vom Ausbruche des Kampfes mit den Persern

dende um diese Zeit zu einer Stufe, wo sie einen Anspruch darauf er-hielt, für den Geist der Griechen in der Nachwelt Bewunderung zn er-wecken. Wie Athens Macht wuchs, vermehrte sich auch die Neigung,es mit der Beute der persischen Kriege und den Ueberschüssen derKriegsabgaben der Bundesgenossen zu schmücken. Die Wohnungen derBürger blieben einfach, aber die Aufführung der öffentlichen Gebäudeund Denkmäler wurde eine Schule der Kunst. Die bedeutendsten Bau-werke, die unter Perikles entstanden, waren die Propyläen, Hallen amFuße der Akropolis, durch welche der Weg hinaufführte, unv das Par-thenon, der Tempel der jungfräulichen Pallas oder Pallas Parthenos,der sich auf der Höhe befand. Der dem Perikles befreundete BildhauerPhidias, von dem auch eine Bildsäule des olympischen Zeus zu Olym-pia herrührte, zierte den Tempel mit einem Bilde der Göttin aus Goldund Elfenbein und begann ein metallenes Bild derselben, das später,von anderen Künstlern vollendet, die ganze Stadt überragte, daß Pallaslange in der Nähe des Vorgebirges Sunium auf der See sichtbar war.

15. Mit der Absicht des Perikles, die Athener durch Theilnahmean den Staatsgeschäften und Genuß der Kunst zu einem Volke vonKönigen heranzubilden, standen Maßregeln in Verbindung, welche auchden Aermeren aus dem engen Kreise des Broderwerbs herauszogen.Es war dieses die Einführung des Soldes für Thecknahme an derVolksversammlung, für Nichterdienfte und für Kriegsdienste sowie einerVergütung des beim Besuche der Theater an die Theaterpächter zuzahlenden Eintrittsgeldes. Hiermit war ein neuer Schritt zur Ver-minderung der unter den Bürgern bestehenden Verschiedenheit geschehen.Längst schon hatte in Athen kein anderer Unterschied der Bürger, alsder des Vermögens bestanden und es konnte daher die dem Periklesentgegenstehende Partei, da es ihr nicht auf Rettung oder Eroberungvon Vorrechten ankam, nur in uneigentlichem Sinne aristokratisch oderoligarchisch genannt werden. Zudem nun aber Perikles für die Unter-stützung der ärmeren Bürger außer den in Kleruchieen, Handel, Gewerbe,Arbeit gegebenen Quellen noch solche, aus denen man ohne alle Müheschöpfen konnte, eröffnete, machte er es für sich schwer, für spätereStaatsmänner unmöglich, in den Angelegenheiten des Staates der tie-feren Einsicht den Sieg über eine immer in engen Gesichtskreis gebannteMenge zu verschaffen. Das Bedenken, ob er zu diesen Dingen auchdie zu ganz anderen Zwecken gegründete Bundeskasse in Anspruch nehmendürfe, wurde für Perikles zurückgedrängt durch die Erwägung, daß dieBundesgenossen sich so lange nicht beklagen könnten, als sie durch AthensMacht vor persischen Angriffen sicher seien.

16. Während so das athenische Volk zu einer schwindelnden Höhegehoben wurde, sah es sich in dem Versuche, das mittlere Griechenland