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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
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216
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216 Die Griechen vom Ausbruche des Kampfes mit den Persern

Megara, das nicht am Meere lag, durch Verbindung mit seiner Hafen-stadt Nisäa gegen die Gefahr einer Einschließung zu Lande zu sichern,halfen die Athener zwei lange Verbindungömauern anlegen, wie sie auchzwischen ihrer Stadt und dem Piräeus zu bauen angefangen hatten.Streckten so die Athener ihre Hand nach dem Peloponnes aus, so fan-den die Spartaner eine Gelegenheit, im mittleren Griechenland einehcgemonische Gewalt geltend zu machen. Die Phocier hatten die Be-wohner von Doris um einen Theil ihres Gebietes geschmälert. DieSpartaner eilten im I. 457 ihren Stammverwandten zu Hülfe underzwangen die Herausgabe des Entrissenen. Dieser Feldzug wurde Ver-anlassung zu einem unmittelbaren Zusammenstöße mit den Athenern.Während dem Zuge auf dem Herwege kein Hinderniß begegnet war,machten die Athener Miene den Nückkehrcnden den Durchzug durch dasmegarische Gebiet wie über die Meerenge von Naupaktus, über welchesie gekommen waren, gleichmäßig zu wehren. Dadurch sah sich derFührer der Spartaner veranlaßt, von der Straße, die durch Böotiennach dem Isthmus führt, links abzubiegen und bei Tanagra am unterenAsopus eine abwartende Stellung einzunehmen. In der Befürchtung,daß diese Bewegung in Verbindung mit einem Umwälzungsplane ihrereigenen Aristokraten stehe, rückten die Athener aus. Nun fand, wieeinst Aristides gethan, Cimon aus der Verbannung sich beim Heere ein,um an dem Kampfe Theil zu nehmen. Da aber Verdacht ihn ent-fernte, ermahnte er die Genossen seiner Partei, durch Tapferkeit dieNachrede, daß sie Feinde ihres Vaterlandes seien, zu widerlegen. DieSchlacht ging, zum Theil durch Verrath thessalischer Hülfstruppen, fürdie Athener verloren und die Genossen CimonS fielen bis auf denletzten Mann. Diese Niederlage konnte die Aussicht der Athener aufAusdehnung der Hegemonie über das Festland zunichte machen. Dennder Sieg der Spartaner hob den Muth der oligarchischen Parteien inden böotischen Städten, während ein Anschließen derselben an dieAthener nur bei dem Uebergewichte der Volksparteien zu erwarten war.Die Athener gaben aber der Sache eine neue Wendung durch denSieg, den sie im folgenden Jahre unter Mpronides bei Oenophytaüber die Böoter erfochten. Hierdurch wurde ihr Einfluß in den meistenböotischen Städten begründet und über Phocis und das opuntische Lokrisausgedehnt. Um dieselbe Zeit mußte sich Aegina dem Belagerungs-heere ergeben, seine Mauern niederreißen, seine Schiffe ausliefern undAbgaben zahlen. Durch diese Erfolge kühner geworden und durch dieinzwischen vollendeten Mauern zwischen ihrer Stadt und dem Piräeusgegen feindlichen Ueberfall gesichert, griffen sie Sparta unmittelbar anund machten Versuche, in den westlichen Meeren und an deren Küstenfesten Fuß zu fassen. Im I. 455 umsegelte Tolmides den Peloponnes,