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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
Entstehung
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215
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bis zum Ausbruche des peloponnesischen Krieges. 215

eine Geldbuße. Ein neuer Sieg aber, den die demokratische Parteiüber Cimon erfocht, steigerte die Spannung. In der bestehenden Ver-fassung war das Hauptziel demokratischer Angriffe der Areopag. Dastäglich wachsende und nie zu stillende Verlangen der Menge konnte immernoch gezügelt werden, so lange dieser ehrwürdige Nath gewisse festeSchranken, über welche keine Neuerungslust hinausspringen durste, wach-sam hütete. Daß die Areopagiten, die sich aus den abgehenden Archon-ten ergänzten, nicht mehr bloß Pentakosiomedimnen waren, hatte sienicht nachgiebiger gemacht, da seit jener Aenderung des Aristides erst17 Jahre verflossen waren und daher die Mehrzahl der Mitglieder nochaus den Archonten der Zeit vor dem I. 478 bestehen mußte, da auchdie nachfolgende Zeit gewiß noch Pentakosiomedimnen in den Areopaggebracht hatte, und da endlich der diesem Nathe eigentümliche Geist sichso sicher fortpflanzte, daß er auf die Gesinnung der neu Eintretendenumbildend zu wirken vermochte. Es mußten also dem Areopag die Be-fugnisse entzogen werden, mittelst deren er einen so starken Damm gegenNeuerungen bildete. Das unternahm der zur Partei des Perikles ge-hörige Ephialtes und es ging eine Veränderung durch, welche dieWirksamkeit des Areopags auf die Blutgerichtsbarkeit beschränkte. Dahiergegen Cimon gestritten, hatte sich gegen ihn eine feindliche Stim-mung gekehrt und sein Sturz war unvermeidlich, als er aus dem Pelo-ponnes zurückkchrte, wo der von ihm empfohlene und geleitete Feldzugdem athenischen Namen Schimpf gebracht hatte. Er wurde durch denOstracismus im I. 461 auf zehn Jahre verbannt.

11. Mit Cimons Entfernung war die Feindschaft zwischen Athen undSparta entfesselt und es folgte eine Reihe von Reibungen, in welchenbeide Staaten um die Hegemonie über das gesammte Griechenland zustreiten schienen. Noch ehe die Spartaner den Krieg in Messenien be-endigt hatten, verband sich Athen mit Sparta's alter Feindin Argos zumUntergange von Mycenä. Obgleich die Selbstständigkeit von Mycenäein Nest der vordorischen Zeit war, hatte diese Stadt doch wegen derFeindschaft von Sparta gegen Argos den Schutz des ersteren gegen dasletztere genossen und die Athener benutzten die Gelegenheit, ihrem Feindeim Peloponnes selbst einen Schlag zu versetzen. Im Verfolgen dieserRichtung rissen sie Megara vom peloponnesischen Bunde los, indem siees zum Anschluß an den von ihnen geleiteten Bund bewogen, was ihnendurch Zwiste dieses Staates mit Korinth leicht wurde. Die Folge warein Krieg mit Korinth, das an Epidaurus und Aegina Verbündetefand. Während im I. 458 ein athenisches Heer auf Aegina war, fielendie Korinther in Megara ein, aber der Athener Myronides sammelte inHast alle in Athen zurückgebliebene Mannschaft unter und über demkriegspflichtigen Alter und schlug die Korinther in die Flucht. Um aber