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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
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212 Die Griechen vom Ausbruche des Kampfes mit den Persern

richten ihre Sachen sichren mußten. Wo sich Versuche zeigten, sichder lästig gewordenen Verbindung zu entziehen, trat diesen Gewalt ent-gegen und es konnte nicht ausbleiben, daß man in dem Wunsche nachAuflösung des Verhältnisses den Blick nach dem den Athenern immerfeindlicher gewordenen Sparta richtete. So gestalteten sich die Dingewährend des Zeitraumes, in welchen die Feldherrnlaufbahn des Cimvnfällt. Themistokles wurde vom Schauplatze im I. 471 durch Ver-bannung mittelst des Ostracismus entfernt. Die Ausbildung, welche dieDemokratie durch Aristides erhalten, hatte bei einem Theile der BürgerWiderstand gegen deren fernere Bewegungen geweckt. An der Spitzedieser Partei stand Cimon und seinem Einflüsse zum Theil ist die Ver-bannung des Themistokles zuzuschreiben, die freilich auch an die Leichtig-keit erinnert, mit welcher in einem demokratischen Staate bei der Wan-delbarkeit der Stimmung der Menge das größte Verdienst vergessenwird. Als er in der Folge seiner Verbannung nach Argos gegangenwar, klagten ihn die Spartaner, die in ihm den Gründer der Größe Athenshaßten, der Theilnahme an den verbrecherischen Plänen des Pausaniasan, wofür sie in dessen Briefen die Beweise gefunden haben wollten.Da er sich nun nicht mehr sicher glaubte, begab er sich nach Corcyra.Hier war man ihn gegen Athen und Sparta zu schützen nicht geneigtund gab ihm Geleit nach dem benachbarten Festlande zu Admetus, demKönige des epirotischen Volksstammes der Molosser. Dieser verweigerteseine Auslieferung den nachgeschickten Boten von Athen und Sparta undwar ihm zur Reise nach Ppdna behülflich, wo er sich nach Ephesus ein-schiffte. Von da begab er sich an den persischen Hof und wurde vondem eben zur Regierung gelangten Artarerres geehrt, wie Hippias undDemaratus von Darms und Xerres. Die Stadt Magnesia am Mäan-der, die nebst Mpus und Lampsakus seinen Unterhalt liefern mußte,ward sein Wohnort und hier starb der Befreier Griechenlands unterdem Schutze der Macht, von welcher er es befreit hatte. So wie The-mistokles Einfluß auf der Leitung des Staatswesens im Ganzen beruhthatte, stieg Cimon durch seine Feldherruthätigkeit zum höchsten Ansehnempor. Ja es scheint gerade seine aristokratische Haltung den Athenerndiese Verwendung seiner Fähigkeiten gerathen zu haben, da er so demStaate diente, ohne in die Angelegenheiten der Verfassung einzugreifen.Seine Thätigkeit ergänzte die des Aristides, indem er das, was diesereingerichtet hatte, in Gebrauch setzte und dadurch befestigte. Das ägäischeMeer und Thracien gänzlich von den Persern zu reinigen, mußte dasnächste Ziel des erneuerten Krieges sein. Cimon entriß im I. 470 denPersern mit großer Anstrengung das noch von ihnen besetzte Eion ander Mündung des Strymon. Hierbei, wie früher bei der Belagerungvon Byzanz, regte sich das große Reich nicht, um Hülfe zu leisten und