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Die Griechen vom Ausbruche des Kampfes mit den Persern
warfen die Athener und man nahm die Staaten des ägäischen Meeresförmlich in die zur Abwehr der Perser cingegangene Verbindung auf,während es denen auf dem Festlandc von Asien überlassen blieb, umgünstige Gestaltung ihrer Lage sich selbst zu bemühen. Die Bestrafungder Griechen aber, die auf der Seite der Perser gekämpft, ward vonden Spartanern betrieben. Pausanias belagerte gleich nach der Schlachtbei Platää Theben und zwang dasselbe, die Urheber des Verrathes aus-zuliefern, die er in Korinth hinrichtcn ließ. Die Bestrafung der durchdie Perser zur Obmacht in Thessalien gelangten Aleuaden ward späterim I. 470 dem Leotpchides aufgetragen, der sich von Verfolgung desgewonnenen Sieges durch Bestechung abhalten ließ und dem ihm inSparta drohenden Gerichte durch die Flucht nach Tegea entging.
6. Der eben beendete Krieg hatte in den Griechen große Kräfte ge-weckt und denselben zugleich ein großes Ziel gegeben. Sollte die ge-rettete Freiheit gesichert werden, sollten sich derselben auch die bishervon den Persern abhängigen Griechen erfreuen, so lag eine fortgesetzteBekämpfung des persischen Reiches, das bei seiner Größe, seinem Neich-thum und der in einer despotischen Regierung gegebenen Einheit immervon Neuem gefährlich werden konnte, den Griechen als Aufgabe vorund eine beharrliche Fortsetzung des Begonnenen konnte zu dessen Ver-nichtung führen. Doch der zweite, größere Sieg, der das persischeReich vernichtete, verschob sich noch um anderthalb Jahrhunderte. EineAnspannung der Kräfte, wie sie die Griechen in dem Kampfe gezeigthatten, konnte keine anhaltende sein und die selbst von der gemeinsamenGefahr nur nothdürftig und nur für einen Theil geschaffene Einigungmußte, weit entfernt, sich zu stärken und zu erweitern, bald dem Eiferweichen, mit welchem die Glieder des innerlich so tief getheilten Volkes,ihre besonderen Zwecke, eines auf Kosten des andern, verfolgten. Wenndaher das Bewußtsein des Gegensatzes, in welchem sie sich zu den Per-sern befanden, bei den Griechen in den nächsten anderthalb Jahrhun-derten auch nicht erlosch, so wurde doch, so oft es sich geltend machte,dessen Wirksamkeit unter dem Einflüsse der sich in Griechenland ent-wickelnden Verhältnisse wieder gehemmt und die Griechen erschöpften sichin den Versuchen, ein einigendes Uebergewicht zu gründen und zu ver-hindern, bis eine Macht von Außen die Einheit, welche sich unter ihnennicht hatte entwickeln können, gewaltsam schuf und sie vermöge dieserEinheit dem durch diese fremde Macht neu aufgenommenen und er-weiterten Plane einer Bekämpfung der Perser dienstbar wurden.
7. Nicht lange nach der Schlacht bei Mpkale schieden sich Athenund Sparta dadurch, daß das erftere den Krieg fonsetzte und das letz-tere sich von demselben zurückzog. Von Mpkale war Leotpchides nachdem Hcllespont gesegelt, um die Brücke des Xerres, die dieser schon bei