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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
Entstehung
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Die Griechen vor dem Kampfe mit den Persern.

die Ausbildung der Götter übte, auch noch einerseits der Zusammenhangin welchem die Herrschergeschlechter der Stämme durch ihre Abkunft mitden Göttern standen und die Verwendung der dem Dienste der Götterangehörigen Züge bei der Feststellung der Bilder, die die Einbildungs-kraft von ihnen entwarf. In gleichem Maße, wie die Götter hierdurchan individuellem Leben gewannen, näherten sie sich auch den Menschendurch Beschränkung ihres Waltens auf den Kreis des griechischen Lebensund die Annahme von ihrer Entstehung in der Zeit und von ihrer erstim Laufe der Zeit befestigten Macht. So wenig dem Griechen derGedanke geläufig war, daß die Wesen, die er für Götter hielt, auchanderswo als in Griechenland über den Geschicken der Menschen wal-teten, erhob er sich zu dem Begriffe eines Schöpfers der Welt, ließvielmehr die olympischen Götter später als die Welt entstehen und ihreMacht gegen ein aufrührerisches Geschlecht älterer Wesen von gewalti-ger Naturkraft, die Titanen, in siegreichem Kampfe behaupten. DasVerhältnis) der Menschheit im Ganzen zu Zeus, dem obersten der Götter,erwähnt diese Mythe mir, nm den Gegensatz zwischen beiden zu ver-anschaulichen, der in der Besorgnis) des obersten Gottes, der Menschmöge sich der Gleichheit mit den Göttern allzu sehr nähern, seinen Grundhat. Diese Annäherung zu verhüten, hat er dem Menschen den Ge-brauch des Feuers vorenthalten. Der Mensch findet aber einen Helferan Prometheus, einem Mitglicde der durch Zeus außer Besitz gesetztentitanischen Götterfamilie. Dieser entwendet dem Zeus das Feuer undübergibt es dem Menschen zum Gebrauche. Um aber nicht durch solchenGewinn den Menschen zu hoch steigen zu lassen, verschlimmert Zeusdessen Loos dadurch, daß er dem Epimetheus, dem Bruder des Pro-metheus, in der zu diesem Zwecke geschaffenen Pandora eine mit ver-führerischem Reize ausgestattete Frau zusandte, die ans einer ihr mitge-gebenen Büchse eine zahllose Schaar von Nebeln über die Erde ausgoß.Liegt nun auch in dieser Mythe eine Vorstellung, welche sich auf dieMenschheit im Allgemeinen zu beziehen scheint, so zeigt sich die Be-schränkung der Mythenbildung auf den KreiS des Griechenthums dochsogleich darin, daß man den gemeinschaftlichen Stammvater, welchenman zur Bezeichnung der die einzelnen Stämme der Hellenen verbin-denden Einheit ersann, in eine genealogische Verbindung mit Prometheusbrachte, ohne an diesen Bildner der Menschheit auch Stammväter an-derer Völker anzuknüpfen. Die Stämme der Hellenen sind die Aeoler,Dorer, Joner und Achäer und, sie als Zweige eines Volkes zu bezeich-nen, machte man den Hellen zum Vater dreier Söhne, Aeolus, Dorusund eines dritten, Xuthus, dem man Jon und Achäus zu Söhnen gab, umdas besonders nahe Verwandtschaftsverhältniß der beiden in diesen Namenznsammengefaßten Stämme zu bezeichnen. E>em Hellen aber gab man in