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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
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Die Perser.

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seine Land- und Seemacht überschaut und in dem Gedanken an die Ver-gänglichkeit all dieser Macht Thränen vergossen. Da waren nochmalsin Artabanus Besorgnisse über den Ausgang erwacht und ans derenMittheilung entschloß sich Xerres ihn zur Sicherung des Reiches nachHause zu entsenden. Nun eilte er Ereignissen entgegen, welche eineWendung in der Geschichte des Reiches bezeichnen. Der Feldzug miß-lang, die Reihe der Persischen Erobernngsversuche war geschlossen und ob-gleich Griechenland sich nicht in Einigkeit dem mächtigen Feinde entgegengestemmt hatte, war daselbst eine Kraft erwacht, welche ein Gegenstandpersischer Besorgnisse so lange blieb, bis das Reich griechischen Waffenerlag. Nach der Niederlage seiner Flotte, die Terres im I. 480 beiSalamis gesehen, erfuhr er im I. 479 zu Hause die Niederlage einesunter Mardonius zurückgelassenen Heeres und diejenige, die gleichzeitigseiner Flotte widerfahren war. So hatten die Griechen den letzten An-griff der Perser abgeschlagen und den ersten Angriff auf dieselben unter-nommen. Die Inseln des ägäischen Meeres, die nach der vor demKriege erlassenen Aufforderung sämintlich durch Uebersendung von Erdeund Wasser gehuldigt hatten, wurden frei und verstärkten die Kräfte,mit welchen Persien nun durch Griechenland bekämpft wurde. Auch dasVerhältniß der griechischen Städte auf dein Festlande von Asien ändertesich. Sie gewannen die im Aufstande des Jahres 500 erstrebte Selbst-ständigkeit. Gleichwohl ist nicht bekannt, wie lange und in welchem Um-fange sie dieselbe behauptet haben. Da die Fortsetzung der Vertheidi-gung ganz den westlichen Satrapen überlassen blieb, mögen einzelnedieser Städte wieder in eine Abhängigkeit von Persien getreten sein.War doch selbst Zinspflichtigkeit mit einer gewissen Selbstständigkeit desAuftretens nach Außen vereinbar. Entschiedener war das Erlöschen derpersischen Herrschaft in Thrakien und Makedonien und die Griechenöffneten sich den Weg nach dem Pontus durch Besetzung der wichtigstenPunkte an den Meerengen.

30. Der fernere Verlauf der persischen Geschichte zeigt ein Hinab-eilen zum Untergange, wie es sich auch bei den früheren asiatischenReichen nach kurzer Blüthe findet. Die bloß äußerliche Verknüpfungvieler Länder, der Mangel persischer Einwirkung auf deren Bildungmußte die Erhaltung der Herrschaft immer schwieriger machen, seit indem herrschenden Volke der Schwung kriegerischen Eifers im Genüssedes durch Eroberungen Gewonnenen erlahmt war und dasselbe den unter-worfenen Völkern nicht mehr auf die Dauer ein Uebergewicht fühlbarmachen konnte. Den Königen entzog die Sittenlosigkeit, in welcher sieaufwuchsen, die Kräfte zur Führung der Regierung, sie wurden immermehr von Frauen und Günstlingen abhängig und die Unterordnung derSatrapen mußte hierbei um so loser werden, als man oft, um die Kräfte